Votum gegen Zusammenlegung
Protestwelle kommt jetzt ins Rollen

Münster -

Der Förderverein Stadtmuseum Münster appelliert an Oberbürgermeister und Politiker, Stadtmuseum und Stadtarchiv nicht zusammenzulegen. Die Arbeit dürfe nicht gefährdet werden.

Dienstag, 23.04.2013, 13:04 Uhr

Wer Mitglied im Förderverein Stadtmuseum Münster ist, der hat einen ganz besonderen Blick: auf diese Stadt, auf ihre Geschichte, auf alle Geschehnisse, die Münster geprägt haben und den Charakter dieser Stadt ausmachen. Umso mehr fürchtet der Förderverein auch, dass das Stadtmuseum, „das dafür hervorragende Arbeit leistet“, künftig nur noch eingeschränkt dieses Spektrum abdecken kann. Vorsitzender Jochen Herwig hat sich deshalb an alle Mitglieder des Fördervereins gewandt – mit dem Appell, direkt bei Oberbürgermeister Markus Lewe gegen eine mögliche Fusion von Stadtmuseum und Stadtarchiv zu protestieren.

Begründung: „Die erfolgreiche und engagierte Arbeit des Stadtmuseums darf nicht durch die geplante Fusion mit dem Stadtarchiv gefährdet werden. Lassen Sie uns gemeinsam für die Belange des Stadtmuseums eintreten“, wirbt Jochen Herwig bei den Mitgliedern im Förderverein um tatkräftige Unterstützung.

Und diese Welle scheint gut anzurollen. „Wir haben schon sehr viel positive Rückmeldung bekommen“, betont auch Dr. Birgit Gropp, die im Förderverein die Öffentlichkeitsarbeit koordiniert. Rund 350 Mitglieder hat der Verein – engagierte Bürger, Gruppen, Firmen und Unternehmen. Sie alle möchten, dass das Stadtmuseum in seiner jetzigen Form erhalten bleibt und nicht dem städtischen Spargedanken zu Opfer fällt, durch Ämterzusammenlegung den städtischen Haushalt zu entlasten.

Es sind E-Mails, die die Befürworter der Selbstständigkeit an Oberbürgermeister Lewe schicken, um ihn zu überzeugen. Jochen Herwig zudem steht, so sagt er, „in einem konstruktiven Gespräch“ mit dem OB.

Das Ergebnis dieser Diskussion ist offen: „Zurzeit wird noch untersucht, ob eine Fusion entsprechende Einsparungen und Synergieeffekte bringt“, informiert Monika Bitter vom Presseamt auf Anfrage unserer Zeitung.

Eben diese Effekte stellt der Förderverein in Frage: Er hat auch die Parteien angeschrieben und bittet ausdrücklich, sich gegen die Fusion zu entscheiden.

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