Ein Gebetsabend der besonderen Art
„Nightfever“ holt die Menschen von der Straße in die Kirche

Münster -

Mancher dürfte vor dem Besuch gar nicht damit gerechnet haben, gleich in der Kirche zu stehen. Die meisten Besucher wurden nach dem Vorabendgottesdienst von Ehrenamtlichen des „Nightfever“-Teams in der Fußgängerzone angesprochen, in der Kirche vorbeizuschauen. Zur Nightfever-Aktion kam auch Bischof Dr. Felix Genn.

Sonntag, 12.05.2013, 18:05 Uhr

Viele Besucher zündeten ein Teelicht vor dem Altar an. Draußen wurden die Passanten angesprochen (kl. Bild).
Viele Besucher zündeten ein Teelicht vor dem Altar an. Draußen wurden die Passanten angesprochen (kl. Bild). Foto: klm

Es ist still. Einige Jugendliche zünden Teelichter an, setzen sie behutsam auf die unterste Stufe des Altararaufgangs. Im Seitenschiff begleitet ein junges Instrumentalquartett die andächtige Atmosphäre in der Lambertikirche mit sanfter Musik und geistlichen Botschaften: „Du hast bedingungslose Liebe, die keine Grenzen kennt für uns.“ Oder: „Diese Stunde möchten wir dir schenken heute Abend.“ Welche Gedanken oder Wünsche die mehreren Hundert Gäste des „Nightfever“-Gebetsabends am Samstag mitbrachten, blieb jedem selbst überlassen.

Aus Anlass des dreijährigen Bestehens der Initiative „Nightfever“ war auch Bischof Dr. Felix Genn gekommen, der am Nachmittag eine Katechese gab und am Abend mit den Gläubigen die Heilige Messe feierte.

Mancher dürfte vor dem Besuch gar nicht damit gerechnet haben, gleich in der Kirche zu stehen. Die meisten Besucher wurden nach dem Vorabendgottesdienst von Ehrenamtlichen des „Nightfever“-Teams in der Fußgängerzone angesprochen, in der Kirche vorbeizuschauen.

„Es geht uns um die Beziehung zu Gott. Nicht um neue Kirchenmitglieder. Eher darum, die Kirche anders erlebbar zu machen“, sagt Mitorganisator Ulrich Hagemann .

2005 hatte sich die Bewegung „Nightfever“ in Folge des Weltjugendtages gegründet, sie wird seitdem in vielen Ländern umgesetzt, in Münster seit 2010.

„Wer als junger Christ eine Erfahrung mit Gott gemacht hat, sucht Gleichgesinnte. Die findet er nicht unbedingt in den herkömmlichen Gemeinden“, sagt Theologie-Studentin Carolin Shin (26). Auch sie verteilt für „Nightfever“ Flyer oder Teelichter an Passanten. Für „Nightfever“ wurde Lamberti zum Sammelpunkt. Wer als Gast tiefere geistliche Gespräche suchte, dem boten Priester aus dem Bistum in den Seitenschiffen auf schlichten Stühlen Gespräche an. Auch dieses Angebot wurde angenommen – sehr zwanglos.

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