Schrauben werden weiter angezogen
Uni auf Sparkurs: Weniger Geld für Fachbereiche

Münster -

Nach monatelangen Debatten in Arbeitsgruppen über den Sparkurs der Universität sind die Vorschläge von Rektorat und Fachbereichen diskutiert worden. Das vorläufige Ergebnis: Die Hochschule kommt kurzfristig nicht aus dem Minus.

Freitag, 10.05.2013, 21:05 Uhr

Schrauben werden weiter angezogen : Uni auf Sparkurs: Weniger Geld für Fachbereiche
Die Universität Münster muss sparen. Foto: kv

Die Sitzung dauerte am Mittwoch fast bis in die Nacht. Die Mitglieder des Uni-Rektorats und die Dekane der Fachbereiche sowie deren Stellvertreter – zusammen an die 50 Personen – debattierten über das seit etwa zwei Jahren beherrschende Thema an der Universität: Wo soll gespart werden?

Vorläufiges Ergebnis des Tauziehens um viele Vorschläge, wofür weniger Geld ausgegeben und an welchen Stellen vielleicht etwas eingenommen werden kann: Der Hochschulrat soll gebeten werden, eine etwas langsamere Haushaltskonsolidierung zu genehmigen. „Viele Maßnahmen, besonders Einsparungen beim Personal, lassen sich nicht kurzfristig realisieren“, erklärte Uni-Sprecher Norbert Robers ,. Er sprach aber davon, dass in vielen Punkten Einigung erzielt worden und die Hochschule auf einem gemeinsamen Weg“ zur finanziellen Gesundung sei.

„Mehrere Millionen Euro“., so Robers, werden künftig eingespart werden können, weil die Fachbereiche durch einen buchungstechnischen Fehler jahrelang für manche ihrer Personalstellen zu viel Geld aus dem Uni-Haushalt erhalten hatten: Nach Umstellung des Besoldungssystems erhielten die Fachbereiche für einige ihrer Stellen mehr Geld zugewiesen, als die Mitarbeiter tatsächlich verdienten. Diese Maßnahme werde sich unterschiedlich auf einzelne Fachbereiche auswirken, so Robers. Parallel will die Hochschule an vielen kleinen Stellen sparen, etwa bei Büromöbeln oder bei Stelleninseraten. Auch wird geprüft ob die 4600 Mitarbeiter, Lehrbeauftragten und emeritierten Professoren weiterhin kostenlos auf Uniparkplätzen ihre Autos abstellen dürfen. Die Verwaltung soll nun ausrechnen, ob der Aufwand den möglichen Gewinn rechtfertigt. Sollten alle Betroffenen künftig 20 Euro pro Monat für das Parkticket zahlen, würde die Universität pro Jahr rund 1,1 Mio. Euro erwirtschaften.

Demnächst soll der Senat über die Vorschläge diskutieren. Die Arbeitsgruppenwaren auf Vorschlag des Rektorats gebildet worden.

 

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