Sechs Tonnen Müll am Aasee
Bilanz des 1. Mai: Abfallwirtschaftsbetriebe und Stadt bleiben gelassen

Münster -

Nicht schön, aber auch kein Drama! Frei nach diesem Motto bewerteten am Donnerstag die Verantwortlichen bei der Stadt Münster die Müllberge, die von den Freiluftpartys zum 1. Mai übrig geblieben waren.

Donnerstag, 02.05.2013, 18:05 Uhr

Die Reste des großen Grillfestes am 1. Mai wurden gestern von Mitarbeitern der Abfallwirtschaftsbetriebe entsorgt. Schwerpunkt war klar der Aasee
Die Reste des großen Grillfestes am 1. Mai wurden gestern von Mitarbeitern der Abfallwirtschaftsbetriebe entsorgt. Schwerpunkt war klar der Aasee Foto: Oliver Werner

So verwies Franz-Josef Gövert vom Grünflächenamt darauf, dass die Grillsaison – wetterbedingt – bislang noch sehr verhalten verlaufen sei. Da sei der Umstand, dass es zum Mai-Feiertag an den drei zugelassenen Grillstellen rund um den Aasee etwas intensiver zugegangen sei, zumindest erklärbar. „Wir sollten das nicht dramatisieren.“

Dessen ungeachtet sammelten die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) rund um den Aasee am Donnerstag rund sechs Tonnen Abfall , so die Auskunft von AWM-Chef Patrick Hasenkamp . Weitere 1,5 Tonnen wurden auf der Hiltruper Kanalinsel gesammelt, wo sich ebenfalls Hunderte junger Menschen tummelten und feierten.

Im Südpark war das Grünflächenamt zuständig für die Reinigung. Auf den Pritschenwagen, die am Donnerstag durch den Park fuhren, kamen laut Gövert „rund drei bis vier Kubikmeter Abfall“ zusammen. Als positiv bewertete er in diesem Zusammenhang, dass viele Picknick-Freunde ihren Abfall direkt neben den (überfüllten) Abfallbehältern deponiert hätten.

Was den Aasee betrifft, so lobten Gövert und Gregor Walterbusch von den AWM gleichermaßen die neuen, unterirdischen Abfallbehälter an den zentralen Stellen. Sie seien ebenso angenommen worden wie die speziellen Boxen, in denen man heiße Grillasche entsorgen kann. „Keine besonderen Vorkommnisse“, meldete unterdessen Norbert Vechtel vom Ordnungsamt, auch die Polizei hatte zuvor davon gesprochen, dass es insgesamt „ruhig“ geblieben sei.

Nicht so ruhig blieb der münsterische Künstler Michael Jaffke. Er musste verärgert zur Kenntnis nehmen, dass in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch das von ihm geschaffenen Kunstwerk „Handorfer Hahn“ auf dem Kreisverkehr in Dorbaum zerstört wurde. Da die Täter den abgebrochenen Metall-Hahn nicht mitnahmen, waren nicht Metalldiebe, sondern vermutlich Vandalen am Werk.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1639033?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F1753750%2F1753751%2F
Münster bekommt keine Baumschutzsatzung
Münster soll keine Baumschutzsatzung erhalten: Befeuert wurde die Diskussion um dieses Thema durch die Fällung von Platanen am Hansaring.
Nachrichten-Ticker