Bakterien auf der UKM-Kinderintensivstation
Unbekannte Quelle scheint beseitigt

Münster -

Das mit einem Darmkeim infizierte Frühchen auf der Kinderintensivstation der Uniklinik Münster ist weiter in einem kritischen Zustand. Es habe sich aber stabilisiert, teilte am Donnerstag eine Kliniksprecherin mit. Das Uniklinikum geht unterdessen davon aus, dass die Quelle für die Darmkeime wohl beseitigt ist.

Freitag, 21.06.2013, 08:06 Uhr

 
  Foto: dpa

Auch wenn die Ursache für die Darmkeime auf der Kinderintensivstation des Universitätsklinikums Münster (UKM) bislang nicht gefunden ist, gehen die Mediziner davon aus, dass diese Quelle „voraussichtlich beseitigt“ ist. „Die umfangreichen Hygiene maßnahmen greifen“, bestätigt Pressesprecherin Marion Dreischer . Es gebe weder weitere Erkrankungen noch neue Besiedelungen. Am Freitag wird das UKM neue Ergebnisse von weiteren mikrobiologischen Untersuchungen vorstellen.

Am vergangenen Freitag hatte die Klinik bestätigt, dass sich für immunschwache Patienten gefährliche Serratien-Bakterien auf der Kinderintensivstation der Kinderklinik eingenistet hatten. Ein Frühgeborenes erkrankte durch eine Infektion an einer Blutvergiftung. Trotz der Antibiotika-Behandlung, die angeschlagen habe, sei der Zustand weiterhin kritisch – er habe sich aber insgesamt stabilisiert, so Dreischer am Donnerstag.

Die fünf weiteren von den Serratien-Bakterien befallenen Babys werden nach wie vor auf der Kinderintensivstation behandelt. Das liege aber nicht an den Keimen, sondern daran, „dass sie Frühgeborene sind oder an einer anderen Erkrankung leiden, so die Sprecherin des Universitätsklinikums Münster. Vier Säuglinge konnten bereits entlassen werden.

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