Bund fördert neues Labor in Münster
16,5 Millionen Euro für die „Batterie der Zukunft“

Münster -

Das Bundesministerium für Forschung wird den Aufbau eines Labors am münsterischen Batterieforschungszentrum MEET mit 16,5 Millionen Euro fördern. Dies teilte die Behörde am Freitag in Berlin mit. Die Einrichtung sei europaweit einmalig. Sie soll Deutschland auf dem Elektromobilität-Weltmarkt nach vorne bringen.

Samstag, 29.06.2013, 13:06 Uhr

Über einen wahren Geldregen aus Berlin darf sich das Batterieforschungszentrum MEET der Universität Münster freuen: Mit 16,46 Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Forschung und Bildung bis Ende 2017 den Aufbau eines Elektrolyt-Labors, in dem die „ Batterie der Zukunft“ entwickelt werden soll. Ziel sei es, Deutschland auf dem Elektromobilität-Weltmarkt ganz nach vorne zu bringen, so Thomas Rachel , Parlamentarischer Staatssekretär.

Batterieforscher Prof. Dr. Martin Winter soll das neue Labor leiten. Dessen Aufbau erfolgt im Rahmen der „Nationalen Plattform Elektromobilität “. Ziel sei es, Deutschland in diesem Bereich bis 2020 zum Leitanbieter und -markt zu machen. Dann soll mindestens eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen fahren, betont das Ministerium.

Das neue Labor ist laut Rachel in Deutschland, aber auch in Europa einzigartig. Dort sollen unter anderem kostengünstige sowie elektrochemisch und thermisch deutlich verbesserte Elektrolyt-Systeme entwickelt werden, die bei der Leistungsfähigkeit, Sicherheit und Lebensdauer von Batterien eine Schlüsselrolle spielen. Anders ausgedrückt: Die Forschungen in Münster sollen dazu beitragen, dass Batterien – zum Beispiel in Fahrzeugen, aber auch in Computern und anderen elektronischen Geräten – schneller aufgeladen werden und länger halten. Der Bund hofft, dass das Labor zu einer Schnittstelle zwischen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Industrie wird.

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