Fläche ist in Bundesbesitz
JVA-Neubau: Zwölf Hektar reichen

Münster-Handorf -

Wie viel Platz braucht die neue JVA in Handorf? An dieser Frage hatte sich in den vergangenen Tagen viel Unmut entzündet. Anlieger glaubten einen Widerspruch in den Angaben des Baubetriebs BLB entdeckt zu haben. Der erklärte nun endgültig: zwölf Hektar reichen.

Mittwoch, 05.06.2013, 10:06 Uhr

Wie viel Platz braucht die neue JVA in Handorf wirklich? 15 Hektar? Oder nur neun?

Bei der ersten Bürgerversammlung hatte der Bau- und Liegenschaftsbetrieb BLB eine markierte Fläche vorgestellt, die nach Berechnung aufmerksamer Beobachter nur neun Hektar umfasste. Während es ursprünglich hieß, man benötige 15 Hektar. An diesem Widerspruch hatte sich viel Unmut entzündet.

Ein Kommunikationsproblem – so stellte es nun Markus Vieth vom BLB bei der zweiten Bürgerversammlung am Montag dar. Die schraffierte Fläche hätte nur den Standort markieren, nicht die tatsächliche Größe zeigen sollen. Und 15 Hektar – das sei der größte denkbare Platzbedarf gewesen, den man zu Beginn der Planung sicherheitshalber einkalkuliert habe.

Fest steht: Der BLB rechnet nun mit einer Fläche von zwölf Hektar nördlich der Kötterstraße. Fünf Hektar gehören der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben , sieben weitere der Wehrbereichsverwaltung. Mehr Fläche werde nicht benötigt.

Der Standort sei nicht nur wegen der klaren Eigentumsverhältnisse bevorzugt worden, hieß es. Die nächste geschlossene Wohnbebauung sei 1400 Meter entfernt, die Sicht dorthin werde von Bäumen eingeschränkt.

Unbestreitbar allerdings, dass es sich um ein ökologisch sensibles Gebiet in unmittelbarer Nähe ausgewiesener Schutzzonen handelt. Der Nabu kündigte bereits massiven Widerstand an

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