Hilfe für ein leukämiekrankes Mädchen aus dem Kosovo
Der Kampf um Aurela geht weiter

Münster -

Ulf Hundeiker kämpft verbissen weiter. Schließlich geht es um ein junges Menschenleben. Das von Aurela. Ein niedliches Mädchen, dass in Uglar im Kosovo zu Hause ist. Die zweijährige Aurela hat Leukämie und schon eine Chemotherapie hinter sich.

Dienstag, 18.06.2013, 11:06 Uhr

Ulf Undeiker klappert alle Stellen ab und setzt alle Hebel in Bewegung, um der Kleinen zu helfen. Er wird nicht müde, Geld zu sammeln, das in den Spendentopf für eine Stammzellen-Transplantation wandert. „Insgesamt sind 12 400 Euro zusammengekommen“, freut sich der Münsteraner. Sie liegen auf dem Spendenkonto von „World Life Vision“. Ein Verein, der Menschen hilft, die sonst vielleicht keine Beachtung finden.

Wie Ulf Hundeiker an Aurela kam? „Die Nichte einer Bekannten von meiner Frau und mir ist die Tante von Aurela“, informiert der 41-Jährige, der zweimal im Kosovo war. Hundeiker drehte Filme, um die Öffentlichkeit auf das Schicksal des Kindes aufmerksam zu machen, das ihm am Herzen liegt. Er lernte die Eltern kennen, die Hühner züchten und alles daransetzen, um die Medikamente für ihr Mädchen zu bezahlen. „Mittlerweile haben sich Schulden angehäuft“, so der Münsteraner, der für Aurela auch aus eigener Tasche die Medikamente bezahlt. „Irgendwer muss es doch machen“, sagt der Krankenpfleger, der aus gesundheitlichen Gründen seinen Beruf aufgeben musste. Derzeit arbeitet er bei Varia, einem Integrationsunternehmen, das auf Service und Dienstleistung setzt.

»Irgendwer muss es doch machen.«

Ulf Hundeiker

„Ich habe angefangen, Aurela zu helfen und kann doch nicht einfach aufhören. Wenn jemand am Seil hängt, würde ich doch auch nicht einfach loslassen“, verdeutlicht Ulf Hundeiker seinen ungebrochenen Eifer, dem Mädchen zu helfen.

Dennoch sucht er Leute, die ihm helfen, die als Multiplikatoren ausschwärmen. Denn während die Behandlung in St. Petersburg um die 80 000 Euro kostet, beträgt die Summe hierzulande rund 250 000 Euro.

Die Werte von Aurela seien derzeit zwar gut, doch langfristig gesehen benötige sie eine Knochenmarkspende, so der Helfer aus Münster . „Ich kann zwar nicht die Welt verbessern, aber möglicherweise ein Menschenleben retten.“

 

 

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