Rock am Mischpult
Dozenten am Plattenteller

Münster -

Acht Hochschullehrer aus den Fachbereichen Germanistik, Biologie, Medizin und BWL spielten an Mischpulten Songs ihrer Wahl. Speziell in der Jüdefelder Straße waren am studentischen Ausgeh-Mittwoch die Kneipen voll.

Donnerstag, 13.06.2013, 19:06 Uhr

Tanzen und Spaß haben: Kneipen und Clubs bei der „Night of the Profs“ waren gut besucht. Wie in der „Gorilla Bar“, wo Hans-Joachim Jürgens (l.) und Harald Kullmann auflegten.
Tanzen und Spaß haben: Kneipen und Clubs bei der „Night of the Profs“ waren gut besucht. Wie in der „Gorilla Bar“, wo Hans-Joachim Jürgens (l.) und Harald Kullmann auflegten. Foto: klm

Am Dienstag sehen sie sich im Seminar wieder. Doch heute wird gerockt. So sahen es DJ Dr. Nils Bahlo und Student Lukas. Beide waren am Mittwoch Gäste der Schlauraum-Party „Night of the Profs“ in Clubs der Altstadt und am Roggenmarkt. Bahlo als Gast-DJ im „ Peacock “ – Lukas und seine Kommilitonen feierten dort.

Acht Hochschullehrer aus dem Fachbereich Germanistik , der Biologie bis hin zur Medizin und BWL spielten an Mischpulten Songs ihrer Wahl. Speziell in der Jüdefelderstraße waren am studentischen Ausgeh-Mittwoch die Kneipen voll.

Bahlo trat zum ersten Mal an. „Er macht seine Sache gut“, fällte Lukas sein Urteil – scherzte nebenbei aber auch, dass er am Ende des Semesters noch seine Abschlussprüfung in Linguistik bei Bahlo schreibe. Die beiden lachten.

Bahlo wählte Pop aus den Neunzigern und Aktuelles: die Beastie Boys, David ­Guetta, Pitbull und Shakira. Der Umgangston fiel sicher lockerer aus als im Hörsaal. Etwa, als Lukas erwähnte, er sei 26 Jahre alt. „26? Da bin ich zum ersten Mal durchs Staatsexamen geflogen“, erzählt Bahlo. Die Runde hatte Spaß. Gute Stimmung entwickelt sich in allen Clubs.

Einen „musikalisch-didaktischen Plan“ gar verfolgten Germanistik-Prof Dr. Hans-Joachim Jürgens und Biologe Dr. Harald Kullmann in der „Gorilla Bar“: „Wir wollen das Publikum abholen, es dann über die Dörfer führen und es zum Schluss glücklich entlassen“, scherzte Jürgens. Los ging es mit ­Reggae, weiter mit den Neunzigern, dann wurde es aktuell. „Das Publikum hat mitgemacht, also haben wir auch die Atzen gespielt. Hemmungslos“, erzählte er. Also: „Feiern die ganze Nacht“. Für die meisten Hochschullehrer dauerte der Einsatz zwei Stunden, dann übernahmen andere DJs. Lediglich im „Le Club“, wo zur „Aftershowparty“ geladen war, wollte Marketing-Professor Dr. Olaf Arlinghaus seinen Pop- und Rock-Sound länger auflegen: „Ich gehe nach Hause, wenn die letzten Studenten raus sind“, sagte er. „Beim letzten Mal habe ich infernalisch gelitten, aber das war egal.“

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