Uniklinik Münster
Gefährlicher Keim auf der Kinderintensivstation

Münster -

Auf der Kinderintensivstation der Kinderklinik des UKM (Universitätsklinikum Münster) werden als vorbeugende Sicherheitsmaßnahme seit Mittwoch keine neuen Patienten aufgenommen. Hintergrund ist die Erkrankung eines Kindes  mit dem Keim Serratia marcescens. Serratien sind Darmbakterien, die bei vielen Menschen natürlich vorkommen und beim gesunden Menschen nicht gefährlich sind. Lediglich für den kranken, immungeschwächten Patienten können sie eine Gefahr darstellen.

Freitag, 14.06.2013, 10:06 Uhr

Daher werden im UKM im Rahmen des Hygienemanagements bei allen Patienten kontinuierlich mikrobiologische Untersuchungen durchgeführt, um zu prüfen, mit welchen Keimen Patienten besiedelt sind, heißt es in einer Mitteilung des Klinikums. Im Rahmen dieser standardisierten Untersuchungen ist die Häufung des besagten Keimes festgestellt worden. 

Am Universitätsklinikum Münster hat Prof. Dr. Norbert Roeder als Ärztlicher Direktor sofort nach Kenntnis der Häufung der Besiedelungen eine Kommission gebildet, die diese Fragen inklusive der Ursache der Häufung untersucht. Diese Kommission besteht aus Experten aus verschiedensten Bereichen des UKM (Hygiene, Neonatologie und Kinderintensivmedizin, Pflege etc.) und steht in engem Kontakt zum Gesundheitsamt der Stadt Münster . Dieses wurde frühzeitig informiert.

Es wurden alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um eine Gefährdung der betroffenen Kinder zu vermeiden, heißt es. Das Klinikum wird am heutigen Freitag eine Pressekonferenz zu dem Thema geben. Dazu werden auch der Leiter des münsterischen Gesundheitsamtes, Dr.  Norbert Schulze Kalthoff, und der Hygienearzt der Klinik, Dr. Frank Kipp erwartet. 

Unsere Zeitung wird weiter darüber berichten.

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