Café zieht um
„Hans im Glück“ zieht bei Grotemeyer ein

Münster -

Das Café Grotemeyer zählt in der münsterischen Innenstadt zu den wenigen Kaffeehäusern, die noch existieren. Obschon das Café Ende Juli schließt und Anfang Oktober eine Etage höher neu eröffnet wird, soll die Tradition des Familienbetriebes gewahrt bleiben. Im bisherigen Café im Erdgeschoss eröffnet Thomas Hirschberger sein Restaurant „Hans im Glück“.

Samstag, 13.07.2013, 14:16 Uhr aktualisiert: 15.07.2013, 08:03 Uhr
Gabriele Kahlert-Dunkel zieht mit dem Café Grotemeyer in die erste Etage und eröffnet damit ab Oktober einen neuen Blick auf den Erbdrostenhof.
Gabriele Kahlert-Dunkel zieht mit dem Café Grotemeyer in die erste Etage und eröffnet damit ab Oktober einen neuen Blick auf den Erbdrostenhof. Foto: gh

„Hans im Glück“ ist der Name seiner Restaurants, die der Münchener Thomas Hirschberger bundesweit schon an sechs Standorten eröffnet hat. Als glücklicher Zufall bezeichnet der 50-jährige Gastronom die Chance, dass er bald mitten in Münster ein siebtes Restaurant eröffnen kann. „Hamburger für Erwachsene“, so beschreibt Hirschberger sein Konzept, das er mit 25 Arbeitsplätzen ab November im bisherigen Café Grotemeyer an der Salzstraße als Restaurant anbieten möchte. Das Café Grotemeyer, das seit 1912 besteht, zieht dagegen eine Etage höher – und genießt künftig den tollen Blick auf den Erbdrostenhof.

Diese Entscheidung, sagt Dr. Gabriele Kahlert-Dunkel , die fünfte Grotemeyer-Generation, sei ihnen erleichtert worden, „weil wir im Haus bleiben“. Gabriele Kahlert-Dunkel und ihr Bruder Reinolf Kahlert sind in der künftigen Kaffeehaus-Etage aufgewachsen. Jetzt wird die Kaffeehaustradition dort weiterleben. Nur die Backstube wird an den Stadtrand verlagert, sagt die 63-Jährige. Für den Verkauf von Torten, Pralinen und Marzipangenüssen wird der bisherige Schmuckladen im Erdgeschoss umgebaut. Ende Juli schließt der Café-Betrieb in seinen jetzigen Räumen.

Schon lange trug sich die Familie mit dem Gedanken, das Café Grotemeyer umzubauen. Dass die Gäste durch den Verkaufsraum in das Café gehen, sagt Gabriele Kahlert-Dunkel, das sei heute nicht mehr zeitgemäß. Auf der anderen Seite aber fiel es ihr schwer, sagt sie, Grotemeyer so zu verändern, dass es nicht mehr das Grotemeyer gewesen wäre.

Gabriele Kahlert-Dunkel glaubt daran, dass das Konzept in der ersten Etage aufgehen wird. Im August und September erfolgt der Umbau. Anfang Oktober ist die Neueröffnung geplant. Auch Thomas Hirschberger freut sich, dass der Traditionsbetrieb Grotemeyer fortgeführt wird. Der Münchener kennt das Kaffeehaus aus seiner Enchilada-Zeit, zu dessen Mitbegründern er gehörte.

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