Reaktivierung der WLE-Strecke
„Lotteriespiel mit Steuergeld“

Münster -

1,5 Millionen Euro an Planungskosten sollen in die Reaktivierung der alten WLE-Strecke fließen, weitere 800 000 Euro in vorbereitende Maßnahmen, damit irgendwann in der Zukunft am münsterischen Hauptbahnhof Züge aus Sendehorst halten können.

Freitag, 12.07.2013, 19:07 Uhr

Lehnen eine Bahn-Reaktivierung Münster-Sendenhorst ab (v.l.): Markus Diekhoff, Wolfgang Klein, Carola Möllemann-Appelhoff und Willi Schriek.
Lehnen eine Bahn-Reaktivierung Münster-Sendenhorst ab (v.l.): Markus Diekhoff, Wolfgang Klein, Carola Möllemann-Appelhoff und Willi Schriek. Foto: kb

Wie viel kostet die Reaktivierung des Zugverkehrs auf der Bahnstrecke Münster – Sendenhorst? Und ist diese Zugverbindung dann auch ihr Geld wert? Dies waren bislang viel diskutierte, gleichwohl theoretische Fragen.

Wie die FDP am Freitag bei einem Pressegespräch betonte, ändert sich dies ab Montag. Der Zweckverband für den Schienenpersonenverkehr Münsterland (ZVM) wird nach Auskunft von Markus Diekhoff , FDP-Vorsitzender im Kreis Warendorf, dann zwei weitreichende Investitionen beschließen: 1,5 Millionen Euro an Planungskosten sollen in die Reaktivierung fließen, weitere 800 000 Euro in vorbereitende Maßnahmen, damit irgendwann in der Zukunft am münsterischen Hauptbahnhof Züge aus Sendehorst halten können.

Ob es aber zu der gut 30 Millionen Euro teuren Reaktivierung kommt, ist derweil noch offen. Laut Diekhoff will sich das Land Ende das Jahrzehnts zwischen drei Strecken entscheiden: Harsewinkel-Gütersloh, Recke-Osnabrück oder Münster-Sendenhorst. „Drei Bräute werden aufgehübscht, eine wird genommen.“

Angesichts dieser Vorgehensweise seien die jetzt zu beschließenden Planungskosten ein „Lotteriespiel mit Steuergeld“.

Diese Risiken bestärkten auch Willi Schriek, Wolfgang Klein und Carola Möllemann-Appelhoff von der münsterischen FDP in ihrem Nein zu dem Projekt.

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