Ballonstarts am Freitag abgesagt
Start vom Winde verweht

Münster -

Morgens war zu viel regen, abends zu viel Wind: Pech hatten die Ballöner am Freitag bei der Montgolfiade und der Deutschen Meisterschaft. Jetzt werden die Daumen für eine bessere Wetterlage am Samstag und Sonntag gedrückt. Ein Höhepunkt dürfte auch das Ballonglühen am Samstagabend um 21.30 Uhr sein.

Freitag, 23.08.2013, 21:08 Uhr

„Fly in – fly out“, die Ballone der Montgolfiade starten am Aasee . Kaum sind sie weg, legen die Ballone der Deutschen Meisterschaft am Aasee eine Punktlandung hin. So ist es geplant, wenn nicht der Wind einen Strich durch diese Rechnung weht. Die Ballonpiloten bei der 43. Montgolfiade sind am Freitagabend zum Warten verdonnert. Schon am Freitagmorgen fällt ihr Start ins Wasser. Für die Ballöner keine Besonderheit. Sicherheit, sagt der Präsident des Freiballonsport-Vereins, Andreas Zumrode , sei eben alles.

„Schade für die Zuschauer“, bedauert der 36-Jährige die spätere Absage. Der junge Pilot hat schon 400 Mal in einem Ballonkorb gestanden. Im Schlepptau ist seit Jahren Rückholer HansJörg Pohl dabei. Ohne eine Bodencrew – von Piloten auch liebevoll Erdferkel genannt – ist ein Pilot aufgeschmissen, das wissen Ballöner wie Wolfgang Eickmeyer zu schätzen. Der „Lotto-König“ vom Ballonfeld (weil er mit dem Lotto-Ballon fährt), steigt mit Tochter Ruth und Sohn Björn in den Korb und kann sich auf seine Frau Marianne verlassen. „Meine Chefin am Boden.“ Sie findet ihn überall.

An diesem Freitagnachmittag ist Familie Eickmeyer trotz der Absage entspannt. Ob starten oder einpacken – das Team klappt am sicheren Boden Tischchen und Stühle aus und feiert mit Freunden den 41. Geburtstag von Sohn Björn. Man freut sich auch auf den späteren Abend, auf das Ballöner-Latein. Nach dem vierten Bierchen wird vieles tatsächlich geglaubt, schmunzelt Pilot Lambert Meier. Er fährt den Stadtwerke-Ballon.

Zu der Geburtstagsgesellschaft stoßen Gerhard und Mark Lammers. Beide sind alte Hasen am Boden. Vater und Sohn reisen am Freitag extra mit dem achtjährigen Enkel und Neffen Oliver nach Münster . Ohne Montgolfiade können sie nicht. Man kennt sich halt, Ballöner sind wie eine Familie. Gerhard Lammers hat fast 600 Verfolgungen mitgemacht, Mark Lammers kommt auf 200 Touren. Und Oliver nennt ohne zu zögern seinen „Taufnamen“: Wildkräuter Wiesenprinz Oliver dämmriger Abendfürst von der Römerwarte zu Wesel“. Bravo. Verfolger zu sein ist genauso schön wie Ballonfahren, schwärmt auch Michael Thesing, der mit Lambert Meier unterwegs ist.

Derweil macht sich der Fuchs an diesem Abend, Pilot Werner Richter, startklar. Zumindest hält er die Fahne in der Hand, die ihn als Fuchsballon auszeichnet. Der Wuppertaler fährt einen Ballon der Westfalen AG und sollte zehn Minuten vor dem Gesamtfeld starten. Nur am Freitag wird nichts draus.

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