Geräuschkulisse bei Rede auf Domplatz
Merkel lauter als Trommelgruppe - Polizei verteidigt Nicht-Eingreifen

Münster -

Als Angela Merkel auf dem Domplatz sprach, wurde sie von einer Trommelgruppe gestört. Die Polizei griff nicht ein – weil die Bundeskanzlerin eben doch zu hören war.

Mittwoch, 28.08.2013, 07:08 Uhr

Durch diese Trommler fühlten sich etliche Merkel-Anhänger gestört.
Durch diese Trommler fühlten sich etliche Merkel-Anhänger gestört. Foto: Oliver Werner

Kann man ein „Trommelkonzert“ als Störung einer Wahlkampfveranstaltung bewerten? Über diese Frage wird in Münster derzeit diskutiert, weil permanentes Trommeln die „Begleitmusik“ der Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel am Freitag auf dem Domplatz darstellte.

Wie bei der münsterischen CDU zu erfahren war, gab es deswegen zahlreiche Beschwerden von Zuhörern, die in der Nähe der Trommelgruppe standen und sich belästigt fühlten. Eine offizielle Beschwerde der CDU bei der Polizei indes gab es nicht.

Polizeipressesprecher Roland Vorholt verteidigte das Vorgehen der Polizei. Der Einsatzleiter habe das Gespräch mit den Gegendemonstranten gesucht und vorübergehend auch eine Pause erreicht.

Ansonsten seien die in der Nähe der Gruppe postierten Polizisten angewiesen gewesen, das Trommeln zu unterbinden, wenn die Merkel-Rede nicht mehr zu hören gewesen wäre. Die Übertragung habe aber klar das Getrommel überlagert.

Vorholt widersprach dem Vorwurf, die Polizei habe einen Platzverweis ausgesprochen.

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