Leonard Lansink über Krimis und Politik
„Wilsberg“ hat schon gewählt

Münster -

Die Damen-Mannschaft des USC Münster findet Leonard Lansink toll und Oberbürgermeister Markus Lewe nett. Und er drückt Peer Steinbrück bei der Bundestagswahl die Daumen. Am Sonntag kellnert der TV-Privatdetektiv wieder mit anderen Prominenten für die Krebsberatungsstelle.

Samstag, 31.08.2013, 11:08 Uhr

Leonard Lansinks Terminkalender ist am Sonntag prall gefüllt. Erst nimmt er am Promikellnern teil, dessen Erlös wie in den Vorjahren der Krebsberatungsstelle zugutekommt – anschließend ist er bei der Open-Air-Premiere der neuen „ Wilsberg “-Folge „Gegen den Strom“ mit dabei. Mit dem TV-Detektiv, der mit seiner Frau in Berlin lebt, sprach WN-Redakteur Martin Kalitschke.

Der neue „Wilsberg“ hatte bereits am Donnerstagabend im Spartensender ZDF neo Premiere. Wie war die Quote?

Lansink: Die war sehr gut. 790 000 Zuschauer, das entspricht einem Marktanteil von 2,8 Prozent. Damit bescherte die Folge dem Sender eine der besten Quoten des Jahres.

Am heutigen Samstag läuft „Gegen den Strom“ um 20.15 Uhr im ZDF. Schlechtes Wetter würde sicherlich die Quote begünstigen. . .

Lansink: Ich freue mich natürlich über eine gute Quote – wünsche den Menschen aber auch schönes Wetter. Normalerweise zeigen die Sender in der Sommerzeit ja viele Wiederholungen. Mit der Erstausstrahlung einer „Wilsberg“-Folge sind wir heute eine Art Testballon, der Auftakt zum Experiment, ob man auch bei schönem Wetter viele Menschen vor den Fernseher locken kann. Normalerweise sind die Quoten umso besser, je später sie im Jahr laufen. Daher werden neue „Traumschiff“-Folgen immer erst im Januar gezeigt.

42 „Wilsberg“-Folgen sind mittlerweile gedreht worden. Wie gefällt Ihnen die neue?

Lansink: Prima! Sie ist ein bisschen anders als sonst, ländlich, lustig – aber dabei sehr gut. Voraussichtlich im November wird dann auch noch „Hengstparade“ ausgestrahlt.

Sind bereits Dreharbeiten für weitere Folgen terminiert?

Lansink: Ja, sie starten im September in Köln, danach werden wir dann in Münster drehen, natürlich im Antiquariat, aber auch auf dem Prinzipalmarkt und am Domplatz. Früher ging das nicht, die Hotelsituation in Münster sei zu angespannt, hieß es.

Ein Ende von „Wilsberg“ mit den aktuellen Schauspielern ist also nicht abzusehen?

Lansink: Nein! Never change a winning team.

Sonntag hat der neue „Wilsberg“ open air Premiere – nach der TV-Ausstrahlung. Ungewöhnlich, oder?

Lansink: Na, man kann den Film auf einer größeren Leinwand sehen, mit anderen Menschen zusammen – deshalb gehen die Leute ja auch ins Kino.

Sie werden dabei sein?

Lansink: Natürlich!

Haben Sie auch vor, bei der Museumsnacht vorbeizuschauen? Das lohnt sich wirklich!

Lansink: Leider reise ich mit meiner Frau erst am Sonntag in Münster an.

Zum Promi-Kellnern. Wer wird außer Ihnen teilnehmen?

Lansink: Die Damen-Mannschaft des USC Münster, was mich sehr freut – lauter durchtrainierte Frauen. Oberbürgermeister Lewe, den ich sehr nett finde. Minister Bahr, die Bundestagsabgeordneten Strässer und Polenz. . . Ich finde es übrigens toll, dass die Teilnehmer Mitglieder unterschiedlicher Parteien sind. Ich bin zwar Mitglied der SPD, aber so religiös bin ich dann doch nicht mit der SPD.

Sie haben den Besuchern der Open-Air-Premiere nahegelegt, sich danach die Aufzeichnung des parallel laufenden Kandidaten-Duells Steinbrück /Merkel anzuschauen.

Lansink: So wie ich auch. Ich bin ein großer Fan der Mediathek.

Nichts gegen den Kandidaten Ihrer Partei – aber die Chancen scheinen für Herrn Steinbrück nicht gerade gut zu stehen.

Lansink: Schalke hat es auch noch in die Gruppenphase geschafft. Ich halte Steinbrück für fachlich überzeugend. Und ich mag gerne Kanzler, die schlauer sind als ich selber.

Haben Sie Peer Steinbrück mal kennengelernt?

Lansink: Ja, beim Deutschland-Fest der SPD auf der Straße des 17. Juni. Er hat mich sehr beeindruckt.

Kannte er „Wilsberg“?

Lansink: Ich hatte den Eindruck, dass er ihn schon mal im TV gesehen hat.

Haben Sie schon gewählt?

Lansink: Ja, Briefwahl.

Was, das dürfte klar sein.

Lansink: Ein Schalke-Fan wechselt ja auch nicht plötzlich den Verein.

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