Parade auf dem Prinzipalmarkt
Prinz Andrew verabschiedet britische Truppen

Münster -

(Aktualisiert) Prinz Andrew hat am Donnerstag die britischen Truppen aus Münster verabschiedet. Auf dem Prinzipalmarkt bedankte er sich für die Gastfreundschaft der Münsteraner in den letzten sieben Jahrzehnten.

Freitag, 09.08.2013, 09:00 Uhr
Auf dem Prinzipalmarkt nimmt Prinz Andrew zusammen mit Oberbürgermeister Markus Lewe eine Parade ab. 
Auf dem Prinzipalmarkt nimmt Prinz Andrew zusammen mit Oberbürgermeister Markus Lewe eine Parade ab.  Foto: Oliver Werner

Um 12.37 Uhr wird es ernst. Der Offizier lässt die 200 Soldaten auf dem Prinzipalmarkt strammstehen, die Militärkapelle stimmt die ersten Takte der britischen Nationalhymne an, Fotografen bringen ihre Kameras in Stellung. Dann tritt Prinz Andrew zusammen mit Oberbürgermeister Markus Lewe aus dem Rathaus heraus. Die Zaungäste applaudieren, die feierliche Zeremonie, die in die Stadtgeschichte eingehen wird, kann beginnen.

Prinz Andrew, Herzog von York, ist extra aus London angereist, um die britischen Truppen aus Münster zu verabschieden. „Sie waren wunderbare Gastgeber“, ruft er den Münsteranern nach der Truppenabnahme zu – und den Soldaten jenes Regiments, dessen Ehrenoberst er ist, bescheinigt er, „großartige Botschafter des Vereinigten Königreichs“ gewesen zu sein. Dann überreicht er Lewe als Abschiedsgeschenk ein Schwert – „weil Ihrer Stadt ja vor ein paar Jahren eines abhanden gekommen ist“, wie er in Anspielung auf das bis heute verschwundene Sendschwert anmerkt. Lewe spricht von einem „historischen Tag“, betont, dass die Briten in Münster nie Besatzer gewesen seien, sondern Befreier und Beschützer. „Ihre Anwesenheit war ein Geschenk für uns.“

Der Sohn der britischen Königin, Prinz Andrew, hat am Mittag die britischen Soldaten offiziell aus Münster verabschiedet. Auf dem Prinzipalmarkt nahm der Royal zusammen mit dem münsterischen Oberbürgermeister Markus Lewe eine Parade ab.

Mit kurzen Ansprachen wandten sich die beiden anschließend vom Balkon des Stadtweinhauses aus an Soldaten und Bevölkerung. Oberbürgermeister Markus Lewe hob die freundschaftlichen Beziehungen zu den Soldaten und ihren Angehörigen hervor: „Mit den Briten verlassen gute Freunde Münster. Besatzer sind sie nie gewesen. Sie waren Befreier und Beschützer. Sie haben der am Boden liegenden Stadt und ihren Menschen Sicherheit und Stabilität gegeben. Ihre Anwesenheit war ein Geschenk für uns.“

Die Münsteraner seien wundervolle Gastgeber gewesen, erwiderte Prinz Andrew. Als Zeichen des Dankes überreichte er dem Oberbürgermeister ein Schwert. Auch den britischen Soldaten zollte er ein Lob: „Sie sind großartige Botschafter ihres Landes gewesen.“

Danach bat die Stadt Andrew zu einem Empfang in den Friedenssaal, wo er sich in das Goldene Buch der Stadt eintrug und einen Schluck aus dem Goldenen Hahn nahm. Ein Empfang mit den britischen Soldaten und ihren Familien schloss sich im Rathausfestsaal an. Dabei suchte Andrew immer wieder das Gespräch mit den Soldaten des in bislang in Gievenbeck stationierten Regiments, dessen Ehrenoberst er ist.

Rund 2000 Menschen verfolgen die Zeremonie. „Wegen der Jungs“, sagt eine Frau, die mit einigen Soldaten befreundet ist. Edeltraut Berger hätte gerne „mehr Hüte und tolle Klamotten gesehen“ – sie muss sich stattdessen mit schicken Uniformen begnügen. Immerhin: „Der Andrew“, schwärmt sie, „ist schon ein toller Mann.“

Nachdem sich der Sohn der Queen im Friedenssaal ins Goldene Buch eingetragen und einen Schluck aus dem Goldenen Hahn genommen hat („Was für eine Herausforderung“), mischt er sich im Rathausfestsaal unter Ehrengäste und Soldaten, verwickelt sie immer wieder in Gespräche, hört ihnen zu – und lacht viel.

„Prinz Andrew hat sich nach unserem Schulabschluss erkundigt und gefragt, wie es uns bei der Army gefällt“, berichten Gerard Cullum und Adam German. Sie werden in wenigen Tagen zusammen mit den meisten anderen Gievenbecker Soldaten und deren Familien nach Zypern verlegt. Es gibt aber auch Kameraden, die Deutschland so lieb gewonnen haben, dass sie nicht mehr weiterziehen werden. Lee Forster lebt seit elf Jahren in Münster, hat hier seine Frau kennengelernt – und will nun „für immer“ bleiben.

Prinz Andrew verabschiedet britische Soldaten aus Münster

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