Schloss-Konzerte: Ordnungsamt kontrolliert Lautstärke
„Die Nachtruhe wird eingehalten“

Münster -

Die Open-Air-Konzerte, die am Freitag und am Samstag vor dem Schloss stattfinden, werden nicht die Nachtruhe der Münsteraner stören, betont das Ordnungsamt. Spätestens um 22 Uhr sollen Unheilig und Cro die Bühne verlassen. Die Behörde will zudem die Lautstärke überprüfen.  

Freitag, 09.08.2013, 10:08 Uhr

Cro und Unheilig treten vor dem Schloss auf.
Cro und Unheilig treten vor dem Schloss auf. Foto: Oliver Werner

Nach den Open-Air-Konzerten von David Garrett und Peter Maffay vor dem Schloss erreichten das Ordnungsamt massive Bürgerbeschwerden . Einmütiger Tenor: Es war zu laut. Bei den Auftritten von Unheilig am heutigen Freitag und von Cro am Samstag wird es nicht nur deutlich ruhiger zugehen, verspricht der stellvertretende Behördenleiter Horst Werner Koch – die beiden Konzerte sollen auch schon um 22 Uhr und damit deutlich früher als die Auftritte von Garrett und Maffay beendet sein.

Cro

Cro Foto: Thomas Frey

An diesem Wochenende wird unter anderem eine andere Beschallungstechnik zum Einsatz kommen als Ende Juni. „Das Publikum wird nicht frontal beschallt, der Klang wird vielmehr von den Seiten in den Innenraum geleitet“, berichtet Koch. Diese Alternative hätten die Veranstalter der Kingstar GmbH selbst angeboten. Auch beim für September geplanten Oktoberfest am Albersloher Weg soll diese Technik zum Einsatz kommen. Dort hatte es im vergangenen Jahr ebenfalls Bürgerbeschwerden gegeben, berichtet Koch.

Die Band Unheilig mit ihrem Sänger Der Graf

Die Band Unheilig mit ihrem Sänger Der Graf Foto: Gunnar A. Pier

Beim Soundcheck von Unheilig am heutigen Freitag wird auch das Ordnungsamt dabei sein und den Lärm messen. Zudem sollen bei den Konzerten am Freitag- und Samstagabend an vier Stellen rund ums Schloss jeweils zwei Mal Lautstärkemessungen erfolgen. „Bei Bedarf werden wir dafür sorgen, dass die Musik leiser gedreht wird“, stellt Horst Werner Koch klar.

Beide Konzerte sollen zudem um spätestens 22 Uhr beendet sein. Danach werden nur noch zwei bis drei Songs aus der Konserve als ruhigere „Rausschmeißer“ gespielt. „Die Nachtruhe um 22.30 Uhr wird definitiv eingehalten“, so Koch. Mit der Musiklautstärke davor werden die Münsteraner leben müssen, betont er. „Ansonsten wären überhaupt keine Veranstaltungen in Münster mehr möglich.“

Mit den aktuellen Maßnahmen reagiere das Ordnungsamt „direkt“ auf die Beschwerden von Ende Juni. Mehr als jetzt könne man nicht mehr tun, so Koch – „es sei denn, man verbietet die Konzerte“.

Bis 22 Uhr darf die Musik 90 Dezibel laut sein, dies entspricht in etwa der Lautstärke eines vorbeifahrenden Lkw. Zum Vergleich: Ein Presslufthammer erreicht bis zu 120 Dezibel, ein Sinfoniekonzert bis zu 110 Dezibel.

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