CDU-Politiker verabschiedet sich aus sozialem Netzwerk
Polenz ist bei Facebook „dann mal weg“

Münster -

Drei Tage nach der Bundestagswahl 2013 hat sich der münsterische CDU-Abgeordnete Ruprecht Polenz aus dem sozialen Netzwerk „Facebook“ verabschiedet. Zum Ende der Legislaturperiode hatte Polenz bereits seine Arbeit im Bundestag aus Altersgründen beendet.

Mittwoch, 25.09.2013, 16:09 Uhr

Ruprecht Polenz
Ruprecht Polenz Foto: ohw

„Wer mich in Zukunft erreichen möchte, kann dies über meine E-Mail-Adresse tun: Ruprecht.Polenz@wk.bundestag.de“, schreibt der Politiker auf seiner Facebook-Seite.

Für ihn habe es zu seiner Arbeit als Abgeordneter gehört, sich auch auf Facebook der Diskussion zu stellen, Rede und Antwort zu stehen und „an der Willensbildung der Bevölkerung mitzuwirken“.

„Ich bin dankbar für das große Interesse daran, für Zuspruch und Unterstützung, aber auch für die Kritik (soweit sie nicht persönlich wurde, was leider auch vorkam) in den täglich oft über 500 Kommentaren, mit denen Sie sich an den Diskussionen auf meiner Pinnwand beteiligt haben. Einige von Ihnen habe ich auf diese Weise kennen- und schätzen gelernt. Manchen Hinweis auf interessante Aufsätze oder Artikel, auf die ich sonst nie gestoßen wäre, habe ich so erhalten“, schreibt Polenz weiter.

„Ich kenne Sie von Facebook“ - mit diesen Worten sei er oft von Teilnehmern an Veranstaltungen in Berlin, Dresden oder München begrüßt worden. „Auch diese Begegnungen haben mir gezeigt, dass ich über Facebook einen Beitrag leisten konnte, erreichbar zu sein für diejenigen, für die wir Politiker arbeiten“, so Polenz.

Politische Ämter seien Ämter auf Zeit. Für ihn endeten jetzt über 45 Jahre, die er in politischen Ämtern tätig gewesen sei, davon 19 Jahre als Abgeordneter des Deutschen Bundestages.

Mit der gewonnenen Zeit habe er viel vor – so viel, dass er sich dazu entschieden habe, sich auch von seinen Kontakten auf Facebook zu verabschieden. „Denn alles hat seine Zeit – und Facebook kostet eine ganze Menge davon“, schreibt Polenz und schließt mit den Worten: „Alles Gute und Danke für alles. Ich bin dann mal weg.“

 

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