Denkmaltag 2013
Prüfender Blick hinter die Fassade

Münster -

Mal erinnern sie an „unbequeme“ Epochen der Geschichte, mal sind sie selbst ein wertvolles, aber vielleicht auch „unbequemes“ historisches Erbe. Diese Facetten zeigt der Denkmaltag 2013 am Sonntag (8. September). Sein Motto lautet: „Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?“.

Dienstag, 03.09.2013, 20:09 Uhr

„Vorhang auf“ heißt es am Sonntag am Erbdrostenhof. Mit Fachleuten der Denkmalpflege kann man einen Blick auf die Fassaden und auch in den barocken Festsaal werfen.
„Vorhang auf“ heißt es am Sonntag am Erbdrostenhof. Mit Fachleuten der Denkmalpflege kann man einen Blick auf die Fassaden und auch in den barocken Festsaal werfen. Foto: Oliver Werner

Nicht schön sind beispielsweise Münsters Bunker. Und bei manchem wird ein Besuch im Lazarettbunker mehr als unbequeme Erinnerungen hervorrufen. Er ist ein Denkmal von vielen, das nur an diesem Tag seine Tore öffnet. Neben sachkundigen Führungen gibt es hier laut städtischer Pressemitteilung einen Informationsstand zu Münsters Schutzbauten. Dass man nicht erst heute darüber nachdenkt, wie man Bunker anders nutzen kann, beweist die Margaretenschule in Sankt Mauritz . Wo einst Menschen um ihr Leben bangten, lernen heute Kinder.

Nicht unbequem, sondern richtig schön präsentiert sich der Erbdrostenhof bei zwei Führungen. Dabei kann man nicht nur den Festsaal entdecken, sondern auch einen Blick auf die derzeit verhüllten Fassaden werfen. Aber mit seinen Vor- und Rücksprüngen hat der Adelshof Fachleute aus Handwerk und Restaurierung vor einige Herausforderungen gestellt – schon im vergangen Jahr bei der Restaurierung der Fassaden oder jetzt bei der Neueindeckung des Daches.

Traditionell gibt es am Tag des offenen Denkmals auch wieder viele Angebote in den Stadtteilen. Von den Schwierigkeiten des Nutzungswandels bei einem Industriedenkmal erzählt zum Beispiel der Bahnhof in Hiltrup . Warum es so lange gedauert hat, bis das markante Gebäude nun zum Kulturbahnhof umgebaut werden kann, welche Spuren ehemalige Nutzungen im Innenraum hinterlassen haben – das lässt sich am 8. September dort entdecken.

Was die Aktiven aus Münsters Denkmalszene außerdem bei rund 60 Veranstaltungen zu bieten haben, verrät das Programm. Es ist in der Münster-Information im Stadthaus 1, der Stadtbücherei, den Bezirksverwaltungen sowie im Internet erhältlich.

 

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