Eisfläche soll in die Wohnlage integriert werden
„Leoland“ überrascht mit neuer Eislaufbahn

Münster -

Das Unternehmen „Leoland“, das auf dem Grundstück mit dem bisherigen „Eispalast“ an der Steinfurter Straße studentisches Wohnen realisieren möchte, überrascht mit weiteren Plänen. Danach soll in die Wohnanlage neben dem „Burger King“ eine neue moderne Eislauffläche integriert werden. 

Dienstag, 10.09.2013, 06:09 Uhr

Der „Eispalast“ soll abgerissen werden.
Der „Eispalast“ soll abgerissen werden. Foto: Oliver Werner

Der neue Schachzug könnte das Eis zwischen den Freunden des Schlittschuhsports und den Befürwortern der Investorenpläne brechen: Mit dem möglichen Abriss des seit April geschlossenen „ Eispalastes “ an der Steinfurter Straße soll für das generelle Eislaufen in Münster nun doch kein Tauwetter sein. Das Unternehmen „Leoland“, das auf dem insgesamt 14 000 Quadratmeter großen Areal studentisches Wohnen realisieren möchte, überrascht mit dem möglichen Bau einer modernen Eislauffläche , die wie der „ Burger King “ in die Anlage integriert werden soll.

„Leoland“ informierte die Ratsfraktionen am Montagabend über das zusätzliche Bauvorhaben. Der Investor will damit die Unterstützer der Bürgerinitiative „Rettet die Eishalle“ um Dr. Martin Brodde ins Boot holen, die für den Erhalt des „Eispalastes“ über 10 000 Unterschriften gesammelt hatte. Gerade aus Teilen der Politik waren Signale zu hören, dass Münster auf eine Eislauffläche nicht verzichten sollte.

„Leoland“-Geschäftsführer Heijo Bierbaum bestätigte am Abend den möglichen Bau einer modernen Eislauffläche innerhalb der geplanten Wohnanlage. „Und zwar mit zeitgemäßer, umweltschonender Kühltechnik, eingebettet in eine jugendlich geprägte Umgebung studentischen Wohnens.“ Konkretere Informationen wollte er mit Rücksicht auf die Politik nicht mitteilen. „Wir wollen zunächst die Entscheidungsgremien in dieser und in der nächsten Woche informieren, bevor wir Details öffentlich machen.“

Die Planer von „Leoland“ wollen ein funktionierendes Nebeneinander von studentischem Wohnen und Kurzzeitwohnen einerseits sowie Eissport und Fitness andererseits sowohl technisch als auch wirtschaftlich möglich machen, so der Projektentwickler. Die Eislauffläche soll multifunktional nutzbar sein, also auch für andere Veranstaltungen – ohne Eis.

„Leoland“ plant auf dem Gelände des „Eispalastes“ eine studentische Wohnanlage in Rundbauweise mit bis zu sechs Geschossen. Bis zu 500 Studentenappartements und ein „Boardinghaus“, ein Hotel für Kurzzeitbewohner mit Drei-Sterne-Niveau, sollen entstehen. Baubeginn soll 2014 sein.

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