Lukas Graham beim Portside-Festival
Ghetto-Pop mit einem Glas Rotwein

Münster -

Der Sänger Lukas Graham brachte das Publikum beim Portside-Festival am Kreativkai in Entzückung. Den Titel „Red Wine“ durfte der Fan Cecilia-Lorena Korte sogar auf der Bühne miterleben – mit einem Glas Rotwein in der Hand. Am Samstag trat Jupiter Jones am Hafen auf.

Sonntag, 01.09.2013, 17:09 Uhr

Der Sänger Lukas Graham, Stargast beim Portside-Festival, holte bei dem Titel „Red Wine“ Cecilia-Lorena Korte aus dem Publikum auf die Bühne.
Der Sänger Lukas Graham, Stargast beim Portside-Festival, holte bei dem Titel „Red Wine“ Cecilia-Lorena Korte aus dem Publikum auf die Bühne. Foto: usch

Betrunken am morgen zu sein ist nicht die beste Voraussetzung für einen erfolgreichen Tag. Es sei denn, man ist Lukas Graham , der mit seinen Songs „Drunk in the Morning“ und „Criminal Mind“ 2011 erst sehr viele Klicks auf Youtube bekam und dann einen Plattenvertrag.

Die Platte ist raus, die Band live sehr gefragt. Und das zu Recht, wie sie am Freitagabend auf dem Portside-Festival beweisen. Die ausgesprochenen Rampensäue überbieten sich auf der Bühne gegenseitig, machen mit Spaß, Tempo und Lockerheit Musik, stecken das Publikum an. Grahams bemerkenswerte Stimme trägt den Sound, von rauem Soul bis zu Garagen-Funk. Ghetto-Pop nennen sie selbst ihren Stilmix aus Pop, Soul, Funk und ein bisschen Hip-Hop.

„Es ist toll, wie sie auf der Bühne miteinander harmonieren und das Publikum einbeziehen“, findet Angelina Janzen . Sie ist mit Schwester und Freundin aus Kiel zum Kreativkai gekommen: „Ich feiere mit dem Konzert in meinen Geburtstag rein“, sagt Janzen, der die Band schon bei der Kieler Woche supergut gefallen hat. „Toll, wie Lukas’ Stimme den Raum füllt. Wir sind voll geflasht!“

Selbst ein bisschen Kitsch kommt bei den Musikern aus Dänemark verspielt und charmant rüber. Für „Red Wine“ bringt Graham gefüllte Weingläser mit und holt Cecilia-Lorena Korte aus dem Publikum zu sich auf die Bühne. „Ich bin Musical-Darstellerin und stehe selbst auf der Bühne, aber ein bisschen nervös hat mich das schon gemacht“, sagt Korte. Neben den aufgeräumten Posern zu bestehen ist nicht leicht. Bassist „Mr. Magnum“ und Drummer „Mr. Lovestick“ haben sich inzwischen ihrer T-Shirts entledigt. Der Sänger zögert, er sei zu lange durch Deutschland getourt, all die Biersorten.

Bei „Drunk in the Morning“ singen dann alle mit. „Hej, ihr habt uns gerade arbeitslos gemacht!“, meint Graham. Das stimmt natürlich nicht ganz, denn nach etwa zwei Stunden Konzert kommen die vier noch für Fotos mit den Fans vor die Bühne.

Nach den Newcomern vom Freitag stehen mit Jupiter Jones am Samstag alte Hasen auf der Portside-Bühne. Sänger Nicholas Müller freut sich auf den Auftritt „in der offiziell schönsten Stadt der Welt“ und legt gut gelaunt und rockig los. Blackmail und Selig bilden am Sonntag den Abschluss der Portside-Konzerte.

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