Nach der tödlichen Tiger-Attacke
Zoo wird nicht geschlossen - Tiger Rasputin darf in Münster bleiben

Münster -

Die Mitarbeiter des Allwetterzoos in Münster haben sich am Freitagmorgen von ihrem am Vortag getöteten Kollegen verabschiedet. Die Veranstaltung sei bewegend gewesen, „sie hat gezeigt, dass wir hier im Zoo eine große Familie sind“, sagte Direktor Jörg Adler am Mittag.

Freitag, 20.09.2013, 14:09 Uhr

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  • Am Tag nach der tödlichen Tiger-Attacke im Allwetterzoo: Tiger Rasputin in seinem Gehege. Er hatte seinen Pfleger durch einen Biss ins Genick getötet.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Am Tag nach der tödlichen Tiger-Attacke im Allwetterzoo: Tiger Rasputin in seinem Gehege. Er hatte seinen Pfleger durch einen Biss ins Genick getötet.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Am Tag nach der tödlichen Tiger-Attacke im Allwetterzoo: Tiger Rasputin in seinem Gehege. Er hatte seinen Pfleger durch einen Biss ins Genick getötet.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Am Tag nach der tödlichen Tiger-Attacke im Allwetterzoo: Tiger Rasputin in seinem Gehege. Er hatte seinen Pfleger durch einen Biss ins Genick getötet.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Am Tag nach der tödlichen Tiger-Attacke im Allwetterzoo: Tiger Rasputin in seinem Gehege. Er hatte seinen Pfleger durch einen Biss ins Genick getötet.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Am Tigergehege zeugten am Tag danach Blumen und Lichter von dem Unglück. Vor dem Außengehege lag ein Strauß weißer Astern, an den Käfigen brannte eine Kerze.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Am Tigergehege zeugten am Tag danach Blumen und Lichter von dem Unglück. Vor dem Außengehege lag ein Strauß weißer Astern, an den Käfigen brannte eine Kerze. In einem Pavillon wird ein Kondolenzbuch ausgelegt.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Am Tigergehege zeugten am Tag danach Blumen und Lichter von dem Unglück. Vor dem Außengehege lag ein Strauß weißer Astern, an den Käfigen brannte eine Kerze.

    Foto: Matthias Ahlke
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  • Am Tag nach der tödlichen Tiger-Attacke im Allwetterzoo: Sachverständige der Dekra untersuchen das Tigerrevier.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Am Tag nach der tödlichen Tiger-Attacke im Allwetterzoo: Sachverständige der Dekra untersuchen das Tigerrevier.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Am Tag nach der tödlichen Tiger-Attacke im Allwetterzoo: Sachverständige der Dekra untersuchen das Tigerrevier.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Am Tag nach der tödlichen Tiger-Attacke im Allwetterzoo: Sachverständige der Dekra untersuchen das Tigerrevier.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Am Tag nach der tödlichen Tiger-Attacke im Allwetterzoo: Tiger Rasputin in seinem Gehege. Er hatte seinen Pfleger durch einen Biss ins Genick getötet.

    Foto: Matthias Ahlke
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Der Tiger Rasputin hatte seinen 56 Jahre alten Pfleger am Donnerstag durch einen Biss ins Genick getötet. „Es war ein tragisches Unglück“, bestätigt auch die Staatsanwaltschaft in Münster nach ersten Ermittlungen. Der Mann hatte offenbar vergessen, eine Sicherheitstür zu schließen. Erste Tests an dem Schieber, die noch am Donnerstagabend durchgeführt worden waren, hatten ein technisches Versagen ausgeschlossen.

Der Tiger hat sich nach Angaben von Experten mit seinem Angriff instinktiv verhalten. „Alle Raubkatzen würden so reagieren“, sagte der Leiter des Zoos in Rheine , Achim Johann . Auch im dortigen Zoo leben zwei Tiger. Ähnliches hatte auch der Chef des münsterischen Zoos zuvor erklärt.

Tiger „Rasputin“ bleibt im Zoo

„Bei Rasputin hat sich nichts verändert, was unsere Haltung oder Wertschätzung angeht“, sagte Adler am Freitag. Vor allem im Internet kursieren erste Forderungen, der Zoo müsse sich nun von dem Tier trennen. Denen erteilte der Zoo-Direktor eine klar Absage: „Es steht 100-prozentig fest, dass der Tiger bei uns im Zoo bleibt“, sagte Adler auf Nachfrage. Im münsterischen Zoo leben zwei Amurtiger, ein Männchen und ein Weibchen. Es wird für die Raubkatzen nach dem Unglück keine Beschränkungen geben. „Das wäre ja eine Strafe“.

Die rund 90 Mitarbeiter des Zoos werden nach wie vor von Notfall-Seelsorgern betreut. Für den getöteten Mitarbeiter wurden zwei Trauerbereiche eingerichtet.

Für die Besucher des Zoos wird es keine Einschränkungen geben. Lediglich am heutigen Freitag wird es im Tigergehege keine öffentliche Fütterung geben. „Ab morgen wird es für die Besucher im Zoo so sei wie an jedem anderen Tag“, sagte Adler. Das sei man der Öffentlichkeit schuldig. „Wir Mitarbeiter befinden uns aber nach wie vor in einer Ausnahme-Situation.“

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