Neue Brauerei am Krummen Timpen
Gruthaus braut ein Pumpernickel-Porter

Münster -

Eine neue Brauerei hat ihren Sitz in Münster. Die Gruthaus-Brauerei am Krummen Timpen wird am 1. Oktober ihr erstes Fass Pumpernickel-Porter in der Gruetgasse im Rathausinnenhof anstechen.

Mittwoch, 25.09.2013, 20:09 Uhr

Grut hieß die Kräutermischung, mit der Bier gewürzt wurde, bevor ab dem 13. Jahrhundert der Hopfen die Grut nach und nach verdrängte, heißt es in einer Pressemitteilung. In Münster gab es – wie in vielen anderen norddeutschen Städten auch – beim Rathaus ein eigenes Haus für die Herstellung und den Verkauf von Grut, das Gruthaus . Denn jeder, der in der Stadt Bier brauen wollte, musste Grut verwenden, und das Monopol darauf hatte der Rat dem Landesherrn, dem Fürstbischof von Münster, abgekauft.

Die Rezeptur kannte nur der Grutherr, sie war ein gut gehütetes Staatsgeheimnis. Aus gutem Grund, denn mit der Grut bestritt die Stadt Münster zeitweise bis zu zwei Drittel ihres Haushalts, und der Grutherr war als Finanzminister der zweitwichtigste Mann der Stadt nach dem Bürgermeister.

Hinter dem Rathaus, wo bis ins 19. Jahrhundert das Gruthaus stand, ist heute eine große Lücke. Die Brauerei möchte diese Lücke füllen mit Erinnerungen, mit Nachforschungen, mit Gerüchen und Geschmäckern aus vergangenen Zeiten. Als Verneigung vor der großen Braugeschichte der Stadt Münster habe sie die kleine Brauerei nach dem Gruthaus benannt.

Das Pumpernickel-Bier ist ein obergäriges Schwarzbier, das mit Schwarzbrot der Bäckerei Prünte gebraut wird. Zusätzlich zum Schwarzbrot enthält Pumpernickel-Porter einen anständigen Anteil Roggenmalz, was zur besonderen Vollmundigkeit beiträgt, heißt es.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1937563?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F1753750%2F2009865%2F
Boerne vergisst den Namenstag von Alberich
Weißt du was von Alberichs Namenstag? Axel Prahl und Jan Josef Liefers drehten am Donnerstag in Münsters Altstadt.
Nachrichten-Ticker