Neue Mieter an der Schlesienstraße
Müll ärgert Nachbarn

Münster -

In den ehemals an die Familien britischer Soldaten vermieteten Häuser an der Schlesienstraße in Angelmodde wohnen nun ausländische Studierende. In diesem Sommer ärgerten sich die Nachbarn über herumfliegenden Abfall. Sie haben das Gefühl, dass die neuen Bewohner nicht hinreichend über die Regeln der Müllentsorgung aufgeklärt werden.

Donnerstag, 12.09.2013, 10:09 Uhr

Die Bewohner der denkmalgeschützten Siedlung in Angelmodde an der Schlesienstraße haben seit einiger Zeit neue Nachbarn. Die Familien der britischen Soldaten sind weggezogen, nun werden die Häuser an Studierende vermietet. „Es ist gut, dass die Studenten hier eine Wohnung finden“, sagt einer der angestammten Nachbarn.

Weniger angenehm findet er es, dass viele der neuen Bewohner in den ehemaligen Britenhäusern sich mit den Gepflogenheiten der Müllentsorgung, geschweige denn der Abfall-Trennung in Münster nicht auskennen.

Mülltonnen quellen über, werden nicht zu den Abfuhrterminen an die Straße gestellt und darum auch nicht geleert.

Plastiksäcke voller Müll werden vor die Häuser gestellt. Und weil in den Säcken offenbar auch Essensreste entsorgt sind, werden Tiere durch den Abfall angelockt. Vögel picken Löcher in die Plastikhülle, auch Ratten seien schon über die Straße gelaufen.

»Diese Mieter haben sich anscheinend gar nicht mit dem Thema Müll beschäftigt«

Christiane Dutschmann

Christiane Dutschmann vom Verein „Internationale Studentenwohnheime“, der unter dem Dach der Universität arbeitet und der die Häuser vermietet, kennt das Problem. „Unsere Mieter sind junge Leute aus aller Welt“, sagt Dutschmann – und in vielen ihrer Heimatländer gebe es nicht einmal eine geregelte Müllabfuhr. „Wir haben in den Häusern Merkblätter zur Müllentsorgung auf Englisch ausgehängt und weisen die Bewohner darauf hin, dass sie ihren Abfall trennen und die Tonnen am Entsorgungstag auf den Bürgersteig stellen müssen“, betont Duschmann. Ein Hausmeister, den der Verein für die Häuser an der Schlesienstraße und an der Lilienthalstraße in Gremmendorf beschäftigt, trenne den Abfall der Studenten häufig per Hand und sorge dafür dass die Tonnen geleert würden. Allerdings hatte der Hausmeister in den vergangenen Wochen Urlaub – weshalb das Müllproblem eskalierte.

Verschärft wurde die Lage zusätzlich, weil über den Sommer die Teilnehmer eines Sprachkurses für mehrere Wochen in den Häusern untergebracht waren. „Diese Mieter haben sich anscheinend gar nicht mit dem Thema Müll beschäftigt“, gibt Dutschmann zu.

Für den Herbst verspricht sie Besserung: „Wir vermieten die Zimmer in den Häuern nun wieder längerfristig. Die Bewohner, die dann einziehen, sollen noch stärker mit dem deutschen System Mülltrennung- und Entsorgung vertraut gemacht werden. Der Verein unterhalte in den Britenhäusern auch ein Büro mit regelmäßigen Öffnungszeiten. Dutschmann: „Die alteingesessenen Nachbarn können sich bei uns melden.“

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