Post baut moderne Zustellbasis für zehn Millionen
Pakete sollen schneller werden

Münster -

Wegen des boomenden Internet-Handels ist das Paketaufkommen deutschlandweit stark angestiegen. In Münster wird derzeit vom Postunternehmen DHL im Gewerbegebiet Loddenheide eine mechanische Zustellbasis gebaut, die täglich 12 000 Sendungen bearbeiten kann – damit Pakete künftig noch schneller beim Kunden sind. Investitionssumme: zehn Millionen Euro.

Donnerstag, 19.09.2013, 20:09 Uhr

Die mechanische Zustellbasis und ihre Konzeption stellten vor (v.l.): Michael Müller (Paketzentrum Greven), Dr. Thomas Robbers (Wirtschaftsförderung), Dirk Klöpper (Goldbeck), Oberbürgermeister Markus Lewe und Enno F. Schuh (Dr. Helmut Greve Bau- und Boden AG)
Die mechanische Zustellbasis und ihre Konzeption stellten vor (v.l.): Michael Müller (Paketzentrum Greven), Dr. Thomas Robbers (Wirtschaftsförderung), Dirk Klöpper (Goldbeck), Oberbürgermeister Markus Lewe und Enno F. Schuh (Dr. Helmut Greve Bau- und Boden AG) Foto: Oliver Werner

Das Geschäft mit Online-Bestellungen boomt und die Paketzentren der Deutschen Post geraten an ihre Kapazitätsgrenzen. Deshalb baut die Deutsche Post DHL in diesem Jahr an 25 Standorten in Deutschland hochmoderne Zustellbasen, eine davon in Münster am Gustav-Stresemann-Weg unweit des bisherigen DHL-Standorts. Der Rohbau auf dem 15 000 Quadratmeter großen Grundstück steht bereits. Im April nächsten Jahres sollen hier mit Hilfe einer automatischen Verteilanlage „12 000 Sendungen pro Tag bearbeitet und zugestellt werden können“, erklärte Michael Müller , stellvertretender Niederlassungsleiter des Paketzentrums in Greven.

Dort sei man bereits trotz Aufrüstungsmaßnahmen auf 28 000 Sendungen pro Stunde an Kapazitätsgrenzen gestoßen. Zehn Millionen Euro kostet die neue automatisierte Zustellbasis , erklärte Enno F. Schuh, der den Investor, die Hamburger Dr. Helmut Greve Bau- und Boden AG vertrat.

Die neuen DHL-Zustellbasen sollen künftig die 33 Paketzentren in Deutschland entlasten und die Beförderung beschleunigen. Ziel ist laut Müller, Pakete genauso schnell wie Briefe zu befördern – also 95 Prozent der Sendungen bereits am nächsten Tag zuzustellen.

Die Verteilanlage ordnet automatisch die Sendungen dem entsprechenden Zusteller zu. Förderbänder transportieren die Pakete direkt in die insgesamt 70 Auslieferungsfahrzeuge, die vom Gustav-Stresemann-Weg aus starten. „Ausgesprochen Rücken-schonend bei über 30 Kilo schweren Paketen“, wie Müller betont. Er geht von zehn neuen Arbeitsplätzen aus, sodass an beiden münsterischen DHL-Standorten 80 bis 100 Personen beschäftigt werden.

Oberbürgermeister Markus Lewe zollte seinen Respekt vor dieser Erweiterungsinvestition.

Für Generalunternehmer Goldbeck ist es bereits der neunte Bau, den er im Gewerbegebiet Loddenheide realisiert, resümierte Niederlassungsleiter Dirk Klöpper, der zudem die „vertrauensvolle Zusammenarbeit“ mit der Stadt lobte.

66 Hektar misst das Gewerbegebiet Loddenheide auf dem ehemaligen Kasernengelände im Süden der Stadt. „85 Prozent davon sind bereits verkauft“, bilanzierte Dr. Thomas Robbers, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Münster. 60 Unternehmen mit rund 3500 Beschäftigten haben sich hier in den vergangenen Jahren angesiedelt.

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