SPD-Abgeordneter im Interview
Strässer warnt vor großer Koalition

Münster -

Christoph Strässer (64) hatte es spannend gemacht, doch am Ende gewann der SPD-Politiker das Direktmandat nicht. Mit ihm sprach WN-Redakteur Ralf Repöhler in der Wahlnacht.

Montag, 23.09.2013, 11:09 Uhr

Christoph Strässer 
Christoph Strässer  Foto: Oliver Werner

Herr Strässer , wie groß ist Ihre Enttäuschung nach dem Wahlkrimi, dass Sie das Direktmandat doch nicht gewonnen haben?

Strässer: Wir waren angetreten, um das Direktmandat zu holen. Natürlich bin ich jetzt enttäuscht, dass mir das nicht gelungen ist.

Woran hat es gelegen?

Strässer: Dafür gibt es viele Ursachen. Wir haben drei Prozent zugelegt im Vergleich zur letzten Bundestagswahl . Sicherlich spielt der Bundestrend eine Rolle.

Christoph Strässer: "Linke Seite nicht klug gewählt"

Lag es am blassen Spitzenkandidaten Peer Steinbrück ?

Strässer: Nein, überhaupt nicht. Gerade nach seinem Wahlkampfauftritt in Münster haben wir viel Rückenwind erfahren.

Raten Sie der SPD zur großen Koalition?

Strässer: Auf keinen Fall! Wir sollten in den nächsten vier Jahren klare Konstellationen haben. Es wird eine ganz spannende Legislaturperiode. Frau Merkel muss sehen, wie sie den Laden zusammenhält.

Inwieweit hat Ihnen die Pädophilie-Debatte Stimmen gekostet?

Strässer: Ich könnte jetzt erneut sehr viel dazu sagen. Nach meiner Einschätzung aber hat die Debatte keine Stimmen gekostet.

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