Vorliebe fürs Unbequeme
Riesiger Andrang beim „Tag des offenen Denkmals“ 2013

Münster -

Trotz Marathon und schlechten Wetters: Der „Tag des offenen Denkmals“ stieß beim Publikum auf große Resonanz. Viele nahmen lange Wartezeiten in Kauf, um einen Blick in „unbequeme Denkmale“ werfen zu können.

Sonntag, 08.09.2013, 17:09 Uhr

Viele Schaulustige warfen beim Denkmaltag einen Blick in den Buddenturm.
Viele Schaulustige warfen beim Denkmaltag einen Blick in den Buddenturm. Foto: Oliver Werner

Was ist ein unbequemes Denkmal? Eines, das man kaum betreten kann, nicht mal am Tag der offenen Tür. Zum Beispiel die vor Kurzem so spektakulär umgebaute Dreifaltigkeitskirche: Bei zwei Führungen am frühen Nachmittag ging es um „Wohnen und Arbeiten im Kirchenschiff, doch der Andrang war riesig, zeitweilig ging gar nichts mehr. Als zu spüren war, dass es bei den Führungen sehr eng werden würde, zogen ein paar Neugierige enttäuscht ab.

Ein ähnliches Bild am Lazarettbunker: Als um 13 Uhr die erste Führung begann, standen 60 oder 70 Interessierte vor der Tür, die gar keine Chance hatten, ohne lange Wartezeit hineinzukommen: Mehr als 15 Personen gleichzeitig wurden aus Sicherheitsgründen nicht zugelassen. Man hätte drei „Tage des offenen Denkmals“ anbieten müssen, um alle durchzuschleusen – selbst dann hätte niemand das vollständige Programm des Tages abarbeiten können.

Denkmaltag 2013

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  • Flechtheimspeicher

    Foto: Oliver Werner
  • Flechtheimspeicher

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  • Flechtheimspeicher

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  • Dreifaltigkeitskirche

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  • Lazarettbunker

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  • Lazarettbunker

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  • Lazarettbunker

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  • Lazarettbunker

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  • Lazarettbunker

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  • Lazarettbunker

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  • Lazarettbunker

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  • Lazarettbunker

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  • Lazarettbunker

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  • Karzer Torhaus

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  • Buddenturm

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  • Buddenturm

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  • Buddenturm

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  • Buddenturm

    Foto: Oliver Werner

Positiv ausgedrückt: Die Resonanz war durchschlagend, das Interesse überwältigend. Von der rüstigen Seniorin, die sich noch einmal an einen Ort ihrer Kindheit begeben wollte, bis zu kleinen Kindern, die es cool fanden, alte Gemäuer zu durchstöbern, war ganz Münster auf den Beinen, von den zahlreichen auswärtigen Gästen nicht zu reden. Und zwar trotz Marathon und schlechten Wetters.

Für die „ Deutsche Stiftung Denkmalschutz “ ein voller Erfolg. Am Infostand des münsterischen Ortskuratoriums am Buddenturm herrschte große Nachfrage – auch weil der Turm selbst relativ problemlos zu besichtigen war. „ Unbequeme Denkmale?“, das Motto dieses Sonntags, fanden die meisten Besucher überzeugend – und lenkten gern den Blick auf schwierige, spröde oder aufwändige Zeugnisse der Vergangenheit. 

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