Hochhauspläne erneut vorgestellt
Kein Wohnheim am Bahnhof

Münster -

Der Rat hat das geplante Hochhaus am Hauptbahnhof bei 45 Meter gedeckelt, aber das Architekten-Duo Deilmann/Kresing kann sich nur schwer damit abfinden. Das wurde am Dienstag bei einer Präsentation im Beirat für Stadtgestaltung sehr deutlich.

Dienstag, 15.10.2013, 20:10 Uhr

Überholt ist dieses Hochhauskonzept: Wegen der Höhenbegrenzung auf 45 Meter verzichten die Investoren und Architekten Andreas Deilmann und Rainer Kresing am Bahnhof auf die höhenversetzten Gebäudeteile.
Überholt ist dieses Hochhauskonzept: Wegen der Höhenbegrenzung auf 45 Meter verzichten die Investoren und Architekten Andreas Deilmann und Rainer Kresing am Bahnhof auf die höhenversetzten Gebäudeteile. Foto: Deilmann Planungsgesellschaft

„Vielen Dank, dass wir mal wieder bei Ihnen vorsprechen dürfen.“ Gleich der erste Satz, mit dem der Investor und Architekt Andreas Deilmann am Dienstagabend im Beirat für Stadtgestaltung das geplante Hochhaus am Bahnhof vorstellte, sprach Bände. Deilmann und sein Kollege Rainer M. Kresing zeigten sich leicht genervt darüber, dass es auf dem Grundstück des alten Metropolis-Kinos, das sie aus einer Insolvenzmasse gekauft haben, nur so langsam weitergeht.

Schon beim Kauf seien sie davon ausgegangen, so Andreas Deilmann vor dem Gremium weiter, „dass an dieser Stelle ein Hochhaus machbar ist“. Ist es unter den bisherigen baurechtlichen Vorgaben aber nicht, so der Hinweis von Marion Philipp vom Stadtplanungsamt. Sie informierte die versammelten Architekten und Stadtplaner darüber, dass es jetzt darum gehe, einen „vorhabenbezogenen Bebauungsplan“ für das Projekt aufzustellen. Der Rat der Stadt habe diesem Vorgehen unter der Maßgabe zugestimmt, dass die Höhe bei 45 Meter gedeckelt sei.

Dieser Begrenzung falle die zunächst geplante Höhenversetzung des Gebäudes zum Opfer, so Deilmann. Der Plan habe vorgesehen, den einen Teil des Appartementgebäudes 48 Meter hoch zu bauen, den anderen 42 Meter. Aber es gelte ja die 45-Meter-Grenze. „Wir müssen uns der Politik beugen“, meinte Kresing in diesem Zusammenhang.

Bei früheren Präsentationen hatte das Duo Deilmann/Kresing die Baupläne gemeinsam mit Geschäftsführer Achim Wiese vom Studentenwerk vorgestellt, weil ein lupenreines Studentenwohnheim geplant war. Diese Zusammenarbeit ist jedoch inzwischen zerbrochen.

Andreas Deilmann berichtete im Gestaltungsbeirat, dass man „nicht einseitig auf das Studentenwerk angewiesen“ sein wolle. Geplant seien jetzt ganz allgemein Single-Wohnungen, für Studierende, aber auch für Berufspendler. Zu den Ein-Zimmer-Appartements kommen auch Zwei-Zimmer-Appartements, sodass von den einst 160 geplanten Wohnungen rund 120 bis 130 übrig bleiben.

Als Kresing gefragt wurde, ob es nicht auch unter Einhaltung der 45-Meter-Grenze möglich sei, mit unterschiedlichen Höhen für beide Gebäudeteile zu arbeiten, meinte der Architekt: „Die Frage löst unangenehme Erinnerungen aus.“

In einer nicht öffentlichen Diskussion wollen die Mitglieder des Gestaltungsbeirates jetzt eine Empfehlung zum weiteren Vorgehen erarbeiten.

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