Schauspieler aus Israel zu Gast in Münster
Döner-Stadt Münster

Münster -

Die Zwillingsbrüder David und Eitan Cunio aus Israel waren in den letzten Tagen in Münster zu Gast, um ihren neuen Film vorzustellen. Die Zwillinge genossen nicht nur die Freundlichkeit der Münsteraner, sondern auch eine türkische Spezialität: Döner.

Dienstag, 15.10.2013, 16:10 Uhr

Die Zwillinge Eitan und David Cunio (v.l.) haben sich für ihren Film „Youth“ zwei Mal den Preis für den „Besten Schauspieler“ geteilt. Jetzt stellten sie den Film, in dem es um eine Entführung und den Sabbat geht, beim Filmfestival in Münster vor.
Die Zwillinge Eitan und David Cunio (v.l.) haben sich für ihren Film „Youth“ zwei Mal den Preis für den „Besten Schauspieler“ geteilt. Jetzt stellten sie den Film, in dem es um eine Entführung und den Sabbat geht, beim Filmfestival in Münster vor. Foto: usch

Die Zwillingsbrüder David und Eitan Cunio aus Israel teilen sich bereits zwei Preise für „Besten Schauspieler“: Sie wurden auf Filmfestivals in Jerusalem und Durban (Südafrika) ausgezeichnet. Beim Filmfestival Münster erhielt der Film „Youth“ von Tom Shoval mit den beiden in den Hauptrollen eine lobende Erwähnung der Jury. In Publikumsgesprächen stellten die 23-Jährigen den Film am Wochenende vor.

David Cunio war Soldat in der israelischen Armee, als ihm und Eitan die Hauptrollen in „Youth“ angeboten wurden. „Als der Anruf kam, dachte ich erst, das sei ein Scherz“, sagt David. „Wir hatten gar keine Schauspielerfahrung.“ Im Film geht es um zwei Jungen, deren Familie in finanzielle Not gerät. Sie möchten helfen und entführen eine Schülerin, um Geld von deren Eltern zu erpressen. Doch die gehen am Sabbat nicht ans Telefon, sind die Abwesenheiten der Tochter gewöhnt. Die Zeit läuft den Entführern davon und die Geschichte nimmt einen anderen Verlauf. . .

Regisseur Shoval hatte nach Zwillingen gesucht, um die besondere Verbindung der Brüder darzustellen. Im Film sieht man die Emotionen der Brüder in zwei fast gleichen Gesichtern gespiegelt, obwohl sie unterschiedliche Charaktere haben. David wirkt härter, im Film ist er Soldat und diszipliniert seine Empfindungen und Handlungen, Eitan erscheint jünger und weicher. „Wir sind auch im richtigen Leben unterschiedlich“, sagt David. Und dennoch bestünde eine besondere Verbindung zwischen ihnen. „Er ist wie meine dritte Hand“, sagt er, „ich wüsste nicht, wie ich ohne ihn sein könnte.“

„Um uns auf den Film und das Schauspielern vorzubereiten, haben wir an einem Auto etwas abmontiert und etwas aus einem Supermarkt gestohlen. Wir sollten erleben, wie es sich anfühlt, etwas Verbotenes zu tun“, erzählt Eitan. „Außerdem haben wir die Entführung am helllichten Tag ohne Kamera mitten in Tel Aviv geprobt. Keiner hat uns aufgehalten.“

In Israel läuft der Film seit zwei Wochen erfolgreich im Kino. „Es freut uns, dass den Leuten der Film gefällt“, sagt David. „Wir waren für den Film nun schon zweimal in Deutschland.“, sagt Eitan. „ Münster ist eine schöne kleine Stadt, die Menschen sehr warmherzig. Und wir haben Döner für uns entdeckt, das haben wir zwei Mal gegessen. Schmeckt uns sehr gut, ähnlich wie Schawarma in Israel. Nur mit Joghurt darüber“, sagt Eitan.

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