Ganz Münster suchte das Lösegeld
Jugendschöffengericht verurteilte die 19-Jährigen zu einer Haftstrafe

Münster -

Das Lösegeld in Höhe von 100 000 D-Mark, das Dr. Arnhilt und Alois Schulz 1975 gezahlt haben, damit ihre jüngste Tochter freikommt, wurde nie gefunden. Die Täter, sagt das Entführungsopfer Nicola Fahl, sollen die Geldscheine angeblich irgendwo bei Roxel im gefrorenen Boden vergraben haben.

Samstag, 26.10.2013, 11:10 Uhr

Zwei Tage lang  wurde das Entführungsopfer als Geisel in einer Wohnung auf der Eichsfelderstraße festgehalten.
Zwei Tage lang  wurde das Entführungsopfer als Geisel in einer Wohnung auf der Eichsfelderstraße festgehalten. Foto: gh

Ganz Münster habe damals rund um Roxel gegraben, erinnert sie sich. Angeblich wüssten auch die Täter nicht mehr, wo sich das Geld befindet, hieß es später im Prozess, der ein Jahr nach der Geiselnahme stattgefunden hat.

Über die Verstecke des Geldes machten die jungen Männer damals widersprüchliche Angaben. Als sich das Duo den Polizisten stellte, hatte es Lehm an den Schuhen.

Noch einmal wurde das Verbrechen während der Prozesstage wieder in Erinnerung gerufen. Zwei Tage mussten die Eltern von Nicola Schulz um ihre Tochter bangen. Eiskalt hatten die Täter die Entführung vorbereitet.

Menschenraub warf das Jugendschöffengericht den 19-Jährigen vor und verurteilte sie zu einer fünfjährigen Jugendstrafe.

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