Regionalinitiative
Ratsmehrheit will Münsterland e.V. stutzen

Münster -

Seit Wochen diskutieren Münsters Politiker über Sinn und Nutzen von Münsterland e.V.. Jetzt sind die Gehälter des Vorstands der Regionalinitiative bekannt geworden.

Sonntag, 24.11.2013, 13:11 Uhr

SPD und FDP in Münster wehren sich gegen den Eindruck, sie wollten die Regionalinitiative Münsterland e.V. abschaffen und den Konsens mit den Münsterland-Kreisen aufkündigen. „Wir stellen weder die Bedeutung des Vereins infrage, noch möchten wir die erfreuliche Zusammenarbeit zwischen Münster und der Region verändern“, erklärt die FDP-Ratsfraktionsvorsitzende Carola Möllemann-Appelhoff in der laufenden Diskussion. SPD-Ratsfraktionschef Dr. Michael Jung hält allerdings an der Frage fest, „ob dieser kleine Verein zwei Geschäftsführer braucht“. Und weiß sich im Ziel einer Verschlankung mit Möllemann-Appelhoff einer Meinung.

SPD und Liberale in Münster haben mit den Grünen im Zuge der Etatberatungen beschlossen, dass der Zuschuss für Münsterland e.V. ab 2015 um 60 000 Euro sinken soll. Die Stadtspitze wird beauftragt, mit den Kreisen in entsprechende Verhandlungen einzutreten.

Unterdessen ist bekannt geworden, wie die beiden hauptamtlichen Vorstandsposten bei Münsterland e.V. dotiert sind: Danach kommt der Vorsitzende auf 125 000 Euro brutto (eingerechnet private Dienstwagen-Nutzung) im Jahr 2012, der zweite Vorstand erhält 97 000 Euro (inklusive Dienstwagen-Vorteil). Eine entsprechende Auskunft hat der Münsteraner Oswald Grommes bei Münsterland e.V. bekommen. Künftig will der Vorstand diese Daten „freiwillig“ im Jahresbericht veröffentlichen, heißt es.

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