FDP benennt Kandidaten für den Rat
Jörg Berens erstmals auf der Liste

Münster -

Die Liberalen haben vor der Kommunalwahl 2014 ihre Kandidatenliste für den Rat der Stadt Münster aufgestellt. Erstmals ist der Name des Kreisvorsitzenden Jörg Berens darauf zu finden.

Montag, 18.11.2013, 17:11 Uhr

„Ich habe schon viele Tiefs der FDP miterlebt, aber das derzeitige ist wohl das tiefste!“ Felix Söhlke ist einer, der es wissen muss, schließlich wurde er am Samstag am Rande des Kreisparteitags der Liberalen für seine 50-jährige Mitgliedschaft geehrt. Doch trotz des nach wie vor allgegenwärtigen Bundestagswahl-Fiaskos muss es weitergehen, das tägliche Geschäft. Und so ging es am Samstag im Schlosscafé vor allem darum, wer die FDP nach der Kommunalwahl im Rat der Stadt vertritt. Nach Carola Möllemann-Appelhoff und Hans Varnhagen auf Platz 1 und 2 ging der dritte Listenplatz zum ersten Mal an Jörg Berens, zurzeit Kreisvorsitzender der FDP Münster .

Im Gegensatz zu Oberbürgermeister Lewes Vorstellung einer Nachverdichtung von Wohnraum in der Innenstadt forderte Berens, sich bei der Schaffung neuen Wohnraums auf die Stadtteile zu konzentrieren: „Es kann nicht darum gehen, den Menschen in Münster eine Wohnung auf dem Prinzipalmarkt zu besorgen.“

Ein anderer Punkt auf der Agenda des FDP-Kreisparteitags: Die Verabschiedung von Eckpunkten eines Wahlprogramms für die Kommunalwahl 2014. An erster Stelle stehen demnach auch in den nächsten Jahren die städtischen Finanzen. Das Ziel: ein ausgeglichener Haushalt. Als weiteren Schwerpunkt skizzierte Berens die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Geht es nach der FDP, gehört dazu auch die Einrichtung von Kindertagesstätten in privater Hand.

Die Frage, mit wem die FDP in der kommenden Rats­periode zusammenarbeiten wird, ist derweil noch nicht abschließend geklärt. Die CDU kommt für die meisten Liberalen jedoch nicht mehr infrage: zu unterschiedlich die Vorstellungen zur Haushaltskonsolidierung. „Geht es nach uns, stellen wir deshalb ab 2014 einen gemeinsamen Haushalt mit der SPD und den Grünen auf“, so Fraktionsvorsitzende Möllemann-Appelhoff – das wäre eine Premiere in der Geschichte des Rats der Stadt.

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