Handarbeitskreis legt sich ins Zeug
Die Maschen der Frauen für neue Stühle

Münster -

Masche für Masche legt sich diese Frauengruppe im Paul-Gerhardt-Haus ins Zeug. Basare über Basare hat sie mit ihren mustergültigen Handarbeiten bestückt und zuletzt 25 000 Euro aus dem Verkauf eingenommen. Geld, das der Handarbeitskreis für die neuen Stühle aus Eichenholz in der Erlöserkirche beisteuerte. Am 1. Dezember ist der Erlös des Weihnachtsbasars ebenfalls für die Finanzierung der Bestuhlung bestimmt.

Donnerstag, 21.11.2013, 09:11 Uhr

Den Weihnachtsbasar der Erlöser-Kirchengemeinde wird der Handarbeitskreis wie alle Jahre wieder mit einem reichhaltigen Sortiment bestücken.
Den Weihnachtsbasar der Erlöser-Kirchengemeinde wird der Handarbeitskreis wie alle Jahre wieder mit einem reichhaltigen Sortiment bestücken. Foto: mm

Diese Treffen sind alles andere als „fadenscheinig“. Bilden doch Nadel und Faden die Grundlage für mustergültige Handarbeiten. Im Clubraum des Paul-Gerhardt-Hauses an der Erlöserkirche wird keine Masche fallengelassen. Klappern hier doch an drei Dienstagen im Monat von 14 bis 17 Uhr die Nadeln. Da geht es spitzenmäßig ab, wenn mit viel Geschick schmückende Motive auf Decken gestickt werden. Pullis, Socken für kleine und für große Füße, Pudelmützen, Babygarnituren und vieles mehr – das Sortiment ist riesig und umfasst acht volle Koffer. Ausgepackt wird die wollige Ware am ersten Adventssonntag (1. Dezember) beim Weihnachtsbasar der Erlöser-Kirchengemeinde.

Die Fingerfertigkeit der zwölf „fleißigen Lieschen“ wird sich dann bezahlt machen. Denn mit dem Erlös werden die 200 neuen Eichen-Stühle in der Erlöserkirche finanziert, für die der Handarbeitskreis bereits 25 000 Euro aus Basaren beisteuerte. Seit 1992 gibt es diesen Kreis, den Ursula Slowy und Inge Müller auf den Weg brachten. Und zwar auf der Rückfahrt aus einem Urlaub an der Ostsee . „Und alle, die im bestehenden Bastelkreis waren, sind zum Handarbeitskreis rübergekommen“, erinnert sich Inge Müller an die Anfänge der seit mittlerweile 21 Jahren arbeitenden Gruppe, die vor dem Euro stolze 70 000 D-Mark für die Orgel der Erlöserkirche zusammenbekam.

Lydia Scherdin ist mit 92 Jahren die älteste im Bunde, Heidi Keute mit 45 Jahren die Jüngste. Die 92-Jährige ist Schneiderin von Beruf. Sie näht, stickt und strickt wie eine Weltmeisterin. „Das macht mir einfach Freude“, sagt die rüstige Seniorin.

Die Frauen handarbeiten das Meiste daheim. „Stricken und häkeln vorm Fernseher, das ist doch herrlich“, findet Waltraud Heimann, die gerne Babysachen anfertigt. Sie lobt die Gemeinschaft, in der konzentriert und heiter dem klappernden Nadelvergnügen nachgegangen wird.

Nicht nur Wolliges wird beim Weihnachtsbasar im Paul-Gerhardt-Haus an der Friedrichstraße 10 am 1. Dezember nach dem Gottesdienst von 11.30 bis 17 Uhr feilgeboten. Hans Wilhelm Schmidt, Ehemann von Ursula Schmidt, die mit viel Leidenschaft stickt, wartet mit weihnachtlichen Holzarbeiten auf. Jürgen Kalisch bereichert den Basar dagegen mit selbstgenähten Taschen und Schürzen. Hinzu kommen köstliche selbst gemachte Marmeladen – rund 100 Gläser. Laubfrosch, Eisvogel, Mosaikjungfer, Widderchen, oder Graureiher – allesamt sind sie bildschön. Sie wurden von Karla Falkenhahn-Ruch mit der Kamera beeindruckend eingefangen. Die Naturfotografin hat Karten gestaltet, die ebenfalls auf dem Basar zu haben sind.

Hahn im Korb war beim jüngsten Handarbeitstreffen Kirchenmusiker Michael Martens. Er ist begeistert von dem Engagement der Frauenrunde, die sich für die Kirchen-Gemeinde Masche für Masche ins Zeug legt.

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