Überraschender Fund auf dem Truppenübungsplatz Münster-Handorf
Giftige Dornfinger-Spinne erreicht Münster

Münster. -

Eine der giftigsten Spinnen Mitteleuropas ist in Münster angekommen. Die „Ammen-Dornfinger“ wurde jetzt erstmals auf dem Truppenübungsplatz in Handorf entdeckt. Dies teilte am Mittwoch die Nabu-Naturschutzstation Münsterland mit.

Mittwoch, 06.11.2013, 12:11 Uhr

Die giftige „Ammen-Dornfinger“-Spinne ist jetzt auf dem Truppenübungsplatz Handorf aufgetaucht.
Die giftige „Ammen-Dornfinger“-Spinne ist jetzt auf dem Truppenübungsplatz Handorf aufgetaucht. Foto: Robert Boczki

Eine der giftigsten Spinnen Mitteleuropas ist dabei, sich in Nordrhein-Westfalen anzusiedeln: der „Ammen-Dornfinger“ (Cheiracanthium punctorium). Diese Wärme liebende, gut zwei Zentimeter große Art breitet sich in Deutschland aktuell aufgrund der Klimaerwärmung nach Norden aus. Erstmalig für Nordrhein-Westfalen wurde nun eine Kolonie der Tiere auf dem Truppenübungsgelände bei Handorf gefunden.

Die imposante Art zählt zu den wenigen Spinnen hierzulande, die mühelos die menschliche Haut durchbeißen können, heißt es in einer Pressemitteilung des Naturschutzbundes ( Nabu ). Der Landschaftsökologe Robert Boczki von der Nabu-Naturschutzstation Münsterland hatte die Art gefunden – und beruhigt: „Eine Gefahr geht von ihr jedoch nicht aus. Bisse ereignen sich äußerst selten und übersteigen kaum die Vergiftungserscheinungen eines Wespen- oder Bienenstiches.“

In Kniehöhe befindliche, dicht gewobene, taubeneigroße Gespinste in wärmebegünstigtem Grasland sollten jedoch nicht unbedacht geöffnet werden, rät Robert Boczki. Darin könnte ein großes Weibchen der Art sitzen, welches vehement seine Eier bewacht (daher der Name „Ammen-Dornfinger“). Die Giftklauen messen bis zu fünf Millimeter.

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