RTL-Quizshow „Wer wird Millionär?“
Die Million im Visier: Zwei Münsteraner stellten sich Günther Jauchs Fragen

Münster/Köln -

Der TV-Sender RTL läuft Gefahr, arm zu werden – zumindest wenn Münsteraner bei „Wer wird Millionär?“ auf dem Ratesessel sitzen... Am Montag nahm der Donots-Gitarrist Alexander Siedenbiedel einen zweiten Anlauf auf die Million, mit Henrik Hanses ist nun sogar ein weiterer Vertreter aus Münster im Rennen.

Dienstag, 10.12.2013, 07:12 Uhr

 Alexander Siedenbiedel (l.) erhält Zuspruch von Quizmaster Günther Jauch.
 Alexander Siedenbiedel (l.) erhält Zuspruch von Quizmaster Günther Jauch. Foto: RTL

Freud und Leid liegen bekanntlich dicht beieinander – insbesondere wenn man auf Risiko geht. Genau das tat Alexander Siedenbiedel beim TV-Quiz „Wer wird Millionär?“ (WWM). Er wollte gerne zocken. Schließlich hat der Vater des 37-Jährigen ihm die Maxime „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“ mit auf den Lebensweg gegeben...

In der Ausstrahlung der RTL-Show am Montag wurde Siedenbiedels Mut – beziehungsweise Übermut – nicht belohnt. Im Gegenteil: Bereits zum zweiten Mal hatte der Gitarrist der Punkrock-Band Donots auf dem heißen Stuhl Platz genommen. Erneut pochenden Herzens, wie Moderator Günther Jauch sogleich schmunzelnd bemerkte.

Bei 8000 Euro stand der Münsteraner, als die Schlusssirene in der letzten Sendung am 2. Dezember seinen Erfolgslauf vorübergehend gestoppt hatte. Doch schnell war Siedenbiedel wieder auf Millionen-Kurs: Er meisterte die zehnte sowie elfte Frage. Auch seine Mutter Dr. Gabriele Petri leistete hierzu als Telefonjoker und Biologin ihren Beitrag zum Erfolg.

Die 32.000-Euro-Marke war bereits geknackt, alle Joker bereits eingesetzt, als der 37-jährige Musiker und gelernte Diplom-Kaufmann aufs Ganze ging und wohl für ein Novum bei „Wer wird Millionär?“ sorgte. Alexander Siedenbiedel sprang auf, rannte zu seiner Freundin Michelle im Zuschauerraum und versprach ihr den geplanten Kauf eines neuen Bettes – unabhängig vom weiteren Verlauf der Ratesendung.

Zurück auf dem heißen Stuhl verließ den Münsteraner aber das Glück: Rocky Balboa verpasste ihm im übertragenen Sinne den Knock-out. Jedenfalls wusste Siedenbiedel nicht, dass die Filmfigur mit richtigem Namen Robert heißt. Das war das Aus für ihn, er fiel auf einen Trostpreis von 500 Euro zurück.

Verzockt hatte sich Alexander Siedenbiedel.

Verzockt hatte sich Alexander Siedenbiedel. Foto: RTL - Screenshot

„Blamiert hat er sich nicht und er lebt noch, das ist das Wichtigste“, sagte Günther Jauch mit einem Augenzwinkern zum Abschied. Schließlich war der Moderator beim Wiedersehen mit Siedenbiedel sehr um dessen Gesundheitszustand besorgt und überprüfte diesen laufend per Pulsmesser. Dass das Messgerät kurz vor der entscheidenden Frage, an der der Kandidat schließlich scheiterte, ausgerechnet „Error“ anzeigte, bewahrheitete sich als böses Omen...

Nun schlug aber die Stunde des zweiten Münsteraners im Fernseh-Studio: Henrik Hanses, Volontär und Moderator des Radiosenders Antenne Münster , schaffte es auf den Ratesessel . Die „Essigessenz“ war der Wegbereiter für den 27-Jährigen, der Sport und Germanistik studiert hat und vormals auch als Mitarbeiter der Jugendseite Lenz für die Westfälischen Nachrichten tätig war, zum begehrten Platz gegenüber von Jauch. Seinen vier Konkurrenten gab er nach 7,44 Sekunden bei der Zusammensetzung der richtigen Buchstaben-Reihenfolge das Nachsehen.

Hanses hatte sich für die weiteren Aufgaben warm gelaufen, war schnell auf Betriebstemperatur. Kein Wunder, hatte er sich doch im Vorfeld der Aufzeichnung der Quizshow mit Eckhard Freise auf „Wer wird Millionär?“ vorbereitet und sich wertvolle Tipps geben lassen. Zur Erinnerung: Der 69-jährige Historiker und Hochschullehrer aus Münster hatte vor 13 Jahren am 2. Dezember 2000 als erster Kandidat in der WWM-Geschichte die Million gewonnen

Henrik Hanses hat eine Idee...

Henrik Hanses hat eine Idee... Foto: RTL- Screenshot

Bis auf einen kleinen Hänger, als ihm Günther Jauch wohlwollend Hilfestellung bei der italienischen Übersetzung des Flusses Rhein (Hanses schwankte zwischen "Salamander" und der richtigen Antwortmöglichkeit "Reno") gewährte, arbeitete sich Henrik Hanses zügig bis zur zehnten Frage vor. Auch sein Auftritt wurde von der Schlusssirene der Sendung jäh unterbrochen.

Mit dem 27-Jährigen gibt es nun ebenfalls ein Wiedersehen auf der Mattscheibe, auch er steht bei seinem zweiten Anlauf bei 8000 Euro. Am 16. Dezember nimmt er dann die Millionenfrage in Angriff.

Henrik Hanses (l.) mit Moderator Günther Jauch.

Henrik Hanses (l.) mit Moderator Günther Jauch. Foto: RTL- Screenshot

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