Grevener Kanalleiche: Identität geklärt
35-Jähriger aus Münster wurde Opfer eines Verbrechens

Münster -

Die Befürchtungen haben sich bestätigt: Der am Mittwochmorgen im Kanal in Greven gefundene Mann wurde Opfer eines Gewaltverbrechens. Das ergab die Obduktion der Leiche. Auch die Identität des Mannes ist mittlerweile geklärt. Es handelt sich um einen 35-Jährigen aus Münster.

Donnerstag, 12.12.2013, 11:12 Uhr

Im Netz wurde am Abend des Leichenfundes schon spekuliert: Ein vermisster Mann, der nicht auffindbar sei, könne es sein, postete dort ein Mitglied der Altenberger Community. Ebenso via Netz kam am Donnerstagmorgen das Dementi. Zu den Mutmaßungen im Internet äußerte sich Oberstaatsanwalt Heribert Beck nicht. Am Nachmittag bestätigte er unserer Zeitung, dass es sich bei dem Toten um den bei Facebook gesuchten Mann handelt, der viele Jahre in Altenberge gelebt und in einer Pizzeria gearbeitet hat.

35-jähriger Mann aus Münster

„Ein 35-jähriger Mann aus Münster“, heißt es in der knappen Presseerklärung von Staatsanwaltschaft und Polizei aus Steinfurt und Münster. „Ein türkischer Staatsbürger“, ergänzt der Staatsanwalt. Noch am Dienstag sei er lebend gesehen worden. Klar ist auch: Der Mann starb einen gewaltsamen Tod. Aus ermittlungstechnischen Gründen möchte Beck das nicht weiter kommentieren. „Sie können aber davon ausgehen, dass mit stumpfer Gewalt vor allem gegen den Kopf des Mannes vorgegangen wurde.“

Ermittlungen stehen noch am Anfang

Oberstaatsanwalt Heribert Beck: „Die Verletzungen deuten auf einen gewaltsamen Tod hin.“ Nähere Einzelheiten wurden nicht bekanntgegeben. Unterdessen wurde eine 14-köpfige Mordkommission unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Ulrich Bux eingerichtet. Die Ermittlungen stehen noch „ganz am Anfang“, so Bux. „Sie gehen in alle Richtungen und werden nun die näheren Umstände des Todes klären.“

Bei Facebook wurde die Suche nach dem 35-Jährigen mehr als 1000 mal geteilt. Mittlerweile stehen unter der Ursprungsnachricht zahlreiche Beileidsbekundungen.

Tatort nicht der Fundort

Die im Kanalwasser treibende Leiche war am Mittwochmorgen kurz nach 9 Uhr im Dortmund-Ems-Kanal in Höhe des Raiffeisenhafens in Bockholt von einem Spaziergänger entdeckt worden. Die Leiche lag nach Angaben der Polizei von Mittwoch bereits etwa 24 Stunden im Wasser.

Die alarmierten Einsatzkräfte konnten nur noch den Tod des Mannes feststellen. Der Tatort sei wohl nicht der Fundort, erklärte Staatsanwalt Beck nach der Obduktion am Donnerstagmittag auf Nachfrage. Er gehe allerdings davon, dass der Ort an dem die mutmaßlichen Täter den Mann in den Kanal warfen, nicht weit vom Fundort entfernt liegt, denn die Strömung des Kanals sei nur gering.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2099152?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F1753750%2F2572777%2F
WWU Baskets triumphieren mit 93:87 in Düsseldorf - Jojo Cooper mit 26 Punkten
Basketball: Pro B: WWU Baskets triumphieren mit 93:87 in Düsseldorf - Jojo Cooper mit 26 Punkten
Nachrichten-Ticker