Weihnachtsmarkt in Münster
Standvergabe wird neu geregelt - Bewerber punkten mit Qualität

Münster -

Die Stadt möchte die Vergabe der Stände auf dem Weihnachtsmarkt im nächsten Jahr neu regeln. Jeder kann sich bewerben, die Stände werden nach einem Punktesystem ausgesucht. Die neue Regelung nach einem Punktesystem soll ab 2015 auch für den Send umgesetzt werden.

Freitag, 20.12.2013, 09:12 Uhr

Vor allem die Glühweinstände auf dem Weihnachtsmarkt rund um das Stadthaus 1 locken bei passendem Wetter viele Besucher. Die Zahl dieser Stände soll von acht auf maximal sieben im nächsten Jahr reduziert werden.
Vor allem die Glühweinstände auf dem Weihnachtsmarkt rund um das Stadthaus 1 locken bei passendem Wetter viele Besucher. Die Zahl dieser Stände soll von acht auf maximal sieben im nächsten Jahr reduziert werden. Foto: Oliver Werner

Stammbesucher auf dem münsterischen Weihnachtsmarkt im Rathausinnenhof wissen, wo sie ihre Würstchenbude, den Glühweinstand oder ihre warmen Socken finden. Jedes Jahr stehen viele der 126 Stände am selben Platz. Die Stadt strebt jetzt eine Reform der Vergaberichtlinien für den Weihnachtsmarkt im Rathausinnenhof und rund um das Stadthaus 1 an. Die neue Regelung soll bereits im nächsten Jahr umgesetzt werden und wird heute bei einer Versammlung der Markthändler vorgestellt.

„Ein Jahr später soll auch die Vergabe für den Send auf dem Schlossplatz neu geregelt werden“, sagt der stellvertretende Leiter des Ordnungsamtes der Stadt Münster , Horst Werner Koch .

Demnach entscheidet künftig ein Punktekatalog darüber, ob ein Bewerber für einen der 126 Plätze auf dem Weihnachtsmarkt oder auf dem Send eine Zusage erhält.

Horst Werner Koch zählt einige der Kriterien auf, die eine Rolle spielen: Da wäre beispielsweise die persönliche Eignung eines Bewerbers, einen Stand zu betreiben. Einen Pluspunkt gibt es zusätzlich, wenn der Bewerber auch noch Weihnachtsmarkterfahrung nachweisen kann. Stark ins Gewicht fällt aber vor allem die Qualität des Angebotes am Stand. Ein „sehr wichtiger Punkt“, sagt Horst Werner Koch. Für die Qualität könne es sogar zwei Punkte geben. Aber auch Neuheiten und der Platzbedarf für einen Stand würden berücksichtigt. Wer weniger Platz brauche, habe die besseren Karten, die im Jahr 2014 bei der Vergabe neu gemischt werden.

Ohnehin wird das Imbissangebot, das der Kunsthandwerker, der Glühweinstände sowie der Back- und Süßwarenangebote künftig auf dem Weihnachtsmarkt im Rathausinnenhof stärker reglementiert. Ärger könnte es beispielsweise geben, wenn nur noch sieben Stände Glühwein ausschenken dürfen. Momentan sind auf dem Weihnachtsmarkt nämlich acht solcher Stände vertreten.

Die geplante Neuregelung führt aber schon jetzt innerhalb der Anbieter auf dem Weihnachtsmarkt zu heftigen Diskussionen. „Das ist meine Existenz“, sagt eine Händlerin, die sich erst vor wenigen Jahren einen neuen Verkaufswagen extra für den Weihnachtsmarkt zugelegt hat.

Hintergrund dieser neuen Vergabeordnung sind drei Gerichtsverfahren. Ein Weihnachtsmann pochte darauf, seinen angestammten Platz im Durchgang zwischen Klemensstraße und Rathausinnenhof behalten zu dürfen. Die Stadt verlangte aber, dass der Durchgang als Rettungsweg offen bleiben muss. Ein Gastronom klagte erfolgreich, weil er bei der Standvergabe nicht berücksichtigt worden war. Eine dritte Klage, sagt Horst Werner Koch, sei noch anhängig.

Aufgrund der Klagen übernahm die Stadt aber bereits im vergangenen Jahr wieder die Standvergabe in eigener Regie. Die Halle Münsterland, so Koch, kümmere sich um die Durchführung des Marktes.

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