Trudi braucht Verstärkung
Trostspender mit Namen Trudi

Münster -

Trost spenden, Kindern und Jugendlichen, die sich auf der Knochenmark-Transplantationsstation des Universitätsklinikums befinden, Mut machen, eine Brücke zu ihren Familien sein – das alles kann Trudi, das knuffige Maskottchen zum Angucken, das zwei Design-Studentinnen entworfen haben. Jetzt suchen sie Näherinnen, die ganz viele Trudis produzieren.

Freitag, 27.12.2013, 16:12 Uhr

Trudi heißt das Maskottchen, das Lara Ludwigs (l.) und Sabrina Raap entworfen und genäht haben. Sie hoffen auf viele Nähpaten, die sie bei der Aktion unterstützen.
Trudi heißt das Maskottchen, das Lara Ludwigs (l.) und Sabrina Raap entworfen und genäht haben. Sie hoffen auf viele Nähpaten, die sie bei der Aktion unterstützen. Foto: Matthias Ahlke

Trudi heißt das knuffige Kuscheltier, das eigentlich gar keins ist. Trudi ist nämlich ein Maskottchen zum Angucken, eins, das Kindern und Jugendlichen auf der Knochenmark-Transplantationsstation (KMT) Trost spenden und Brücke in ihre Familie hinein sein soll. Denn auf dieser Station in der Universitätsklinik Münster herrschen allerhöchste Hygiene-Vorschriften: „Alles muss glatt, abwaschbar und steril sein“, wissen Lara Ludwigs und Sabrina Raap. Die beiden Design-Studentinnen arbeiten deshalb an einem ganz besonderen Projekt. Sie möchten krebskranken Kindern Mut machen und ihnen mit Trudi einen Begleiter in einer schweren Zeit an die Seite stellen. Und dafür brauchen die beiden Studentinnen noch Hilfe – fleißige Näherinnen, die als Nähpaten ganz viele Trudis fabrizieren, um sie den kleinen Patienten zu schenken.

„Nähe für Morgen“ haben sie ihre Aktion getauft – und das aus gutem Grund: „Wenn ein Kind acht Wochen isoliert in einem Krankenzimmer liegt, dann fehlt vor allem eins: Nähe. Nähe zur Familie, Nähe zum normalen Leben“, wissen die beiden jungen Frauen, die sich bereits im Vorfeld ihres Semester-Projektes bei einem Besuch im KMT ein ganz persönliches Bild machen konnten. Deshalb möchten sie mit ihrem Maskottchen einen Begleiter schaffen, den jeder Patient zur Begrüßung bekommt. Dann soll das Stofftier zwar außerhalb des sterilen Zimmers aufgehängt werden, aber so, dass die Kinder es durch die Scheibe sehen können – als Beschützer, als Bindeglied zur Familie und Außenwelt. Denn das Maskottchen darf sehr wohl zwischendurch immer wieder die Station verlassen: „Zum Beispiel, um in der Klasse des Kindes als Symbol dabei zu sein, wenn die Mitschüler erfahren, wie es dem Kind geht. Es kann dabei sein, wenn die Familie sich trifft, und kehrt dann anschließend wieder zurück zu dem Patienten an seine Fensterscheibe zur Station“, erläutern die beiden Studentinnen ihren Plan.

Sie haben das Schnittmuster entworfen, Trudi als erstes Modell in Eigenproduktion angefertigt. Und hoffen nun auf möglichst viele Nähpaten, die es ihnen gleichtun. Trudi heißt übrigens auch nur ihr Maskottchen: „Jedes Kind kann es so taufen, wie es ihm gefällt.“

Wer Fragen hat, kann sich an die beiden Trudi-Patentanten wenden: lara.ludwigs@fh-muenster.de, sabrina.raap@fh-muenster.de, Schnittmuster und alle weiteren Informationen gibt es im Internet unter

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2123358?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F1753750%2F2572777%2F
Dichter Rauch erschwert Einsatz
Nur unter Atemschutz konnten sich die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr dem Brand in einem Wohn- und Geschäftshaus in der Bahnhofstraße 56 nähern. Im Erdgeschoss des Hauses war ein Laden für Elektrogeräte und -reparaturen untergebracht (Bild rechts).
Nachrichten-Ticker