„Von der hohen Kunst ein Plagiat zu fertigen“
Guttenberg verklagt Lit-Verlag

Münster -

Der nach Plagiatsvorwürfen zurückgetretene Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat den münsterischen Lit- Verlag verklagt. Es geht um das Vorwort in dem Satire-Bändchen „Von der hohen Kunst ein Plagiat zu fertigen“.

Mittwoch, 08.01.2014, 08:01 Uhr

Karl-Theodor zu Guttenberg
Karl-Theodor zu Guttenberg Foto: dpa

Der Ex-Minister fordert von dem Wissenschaftsverlag die Zahlung von 633,32 Euro sowie eine Erklärung, den Buchtitel „Von der hohen Kunst ein Plagiat zu fertigen“ nicht weiter zu vertreiben. Für den 11. April ist eine Güteverhandlung vor dem Hamburger Landgericht angesetzt, wie ein Verlagssprecher der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Dienstag in Münster sagte.

Kurz nach dem Rücktritt des CSU-Politikers wegen der Plagiatsaffäre um seine Dissertation war im Lit-Verlag ein Bändchen mit dem Titel „Von der hohen Kunst ein Plagiat zu fertigen“ erschienen. Ihm ist ein Geleitwort vorangestellt, in dem ein fiktiver Guttenberg sich davon distanziert, mit Vorsatz ein Plagiat verfasst zu haben, heißt es in einer Pressemitteilung. Dies sei nämlich eine hohe Kunst, die mit erheblichen Risiken und hohem Aufwand verbunden sei, heißt es. Datiert ist das Vorwort auf den 1. April 2011.

Nach Meinung des Verlages handelt es sich eindeutig um eine Satire; auch das Datum 1. April weise darauf hin, sagte der Sprecher.

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