Neuer Empfang im Foyer des Stadthauses 2
Mehr Service und kürzere Wartezeit im Jobcenter

Münster -

Der Weg zum Jobcenter im Stadthaus 2 führt ab sofort durch den Haupteingang. Am Freitag stellte Oberbürgermeister Markus Lewe den neuen Empfang vor und übergab den symbolischen Schlüssel an Jobcenter-Leiter Ralf Bierstedt.

Freitag, 17.01.2014, 12:01 Uhr

Für das städtische Jobcenter im Stadthaus 2 am Ludgeriplatz ist ein Wunsch in Erfüllung gegangen, den Nutzen haben seine Kundinnen und Kunden: Der Weg zum Jobcenter führt nicht mehr durch den Nebeneingang und das beengte Kundenzentrum, sondern durch den Haupteingang zu einem neuen, ansprechenden Empfang mit zwei modern ausgestatteten Arbeitsplätzen.

Dadurch werden die Wartezeiten kürzer, der Infoservice wird besser, und überhaupt ist das Stadthaus-Foyer jetzt während der gesamten Öffnungszeit des Jobcenters besetzt – niemand muss mehr auf eigene Faust den Weg durchs Gebäude suchen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

„Der neue Empfang signalisiert den Besuchern Wertschätzung“, sagte Oberbürgermeister Markus Lewe bei der Vorstellung des umgestalteten Foyers am Freitag. „Wir schicken die Menschen nicht durch die Seitentür. Wir trauen ihnen zu, dass sie aus Versorgten zu Versorgern werden können, wenn sie daran mit unserem fachlichen Rat und unserer Unterstützung arbeiten“, so der Oberbürgermeister.

Die Arbeitsplätze am Empfang sind ins IT-Netz des Jobcenters integriert und ersetzen das bisherige Kundenzentrum im Erdgeschoss. Sie sind mit Fachkräften des Jobcenters besetzt. So hat jeder sofort nach Betreten des Hauses einen kompetenten Ansprechpartner. Wer nur eine kurze Auskunft benötigt oder etwa einen Brief abgeben möchte, kann das am Empfang erledigen. Wer ausführlichere Beratung benötigt, wird in den zuständigen Bereich des Jobcenters geleitet. In der Regel ist dies der Kundenbereich im zweiten Obergeschoss. Dort befindet sich eine Wartezone mit Infoterminal, aktuellen Stellenangeboten und Spielecke.

Wie lange die voraussichtliche Wartezeit ist, erfahren Kunden schon beim Betreten des Hauses an einem Display. In der Regel sind es nur wenige Minuten. In jedem Fall ist es aber kürzer als früher. Denn da war zweimal Warten angesagt - zunächst im ehemaligen Kundenzentrum im Erdgeschoss, bis die Nummer aufgerufen wurde, anschließend ging es gegebenenfalls weiter in den Wartebereich im zweite Obergeschoss.

Dass die Wartezeiten kurz sind, hängt auch mit dem flexiblen Einsatz der Mitarbeiter im Kundenbereich zusammen. Normalerweise sind dort sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beratend und informierend tätigt. Steigt die Nachfrage, öffnen ganz nach Bedarf bis zu sechs weitere Kollegen ihre Büros für Information und Beratung.

Den Raum des ehemaligen Kundenzentrums im Erdgeschoss will das Jobcenter für Angebote zur Qualifizierung und Arbeitsaufnahme sowie zur Präsentation von Arbeits-, Ausbildungs- und Weiterbildungsplätzen nutzen. Auch kleinere Veranstaltungen und Stellenpräsentationen durch Unternehmen sind dort möglich.

Das Jobcenter mit derzeit 20 700 Leistungsbeziehern in knapp 11 000 Bedarfsgemeinschaften befindet sich seit Januar 2012 in städtischer Trägerschaft. Mit der Übernahme wollte die Stadt mehr Steuerungs- und Gestaltungsspielraum gewinnen und im Sinne der Hilfeempfänger persönlicher und individueller arbeiten. „Auf diesem Weg ist die Stadt ein erhebliches Stück vorangekommen“, sagte OB Lewe.

Das zeigen nach seinen Angaben auch drei unabhängige Kundenbefragungen seit 2012. In der jüngsten Befragung im zweiten Halbjahr 2013 wurde das Jobcenter in fast allen Bereichen deutlich besser beurteilt als in den vorausgegangenen Erhebungen. Das Jobcenter generell und seine Angebote werden mittlerweile jeweils mit der Note 2,4 bewertet, für die Rahmenbedingungen gibt es sogar die Note 1,8. Defizite sehen Kunden vor allem noch bei der telefonischen Erreichbarkeit (3,2) und einer verständlichen Erklärung von Bescheiden (3,2) – womit das insgesamt gute bis sehr gute Ergebnis aber nicht infrage gestellt wird.

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