Warnsignale des Körpers
Gezielte Therapie gegen Dauerschmerzen

Münster -

Schmerzen, vor allem chronische Schmerzen machen Betroffenen das Leben schwer. Wie diese Warnsignale des Körpers behandelt werden können, zeigt Prof. Dr. Ingrid Gralow in der nächsten Abendvisite.

Freitag, 24.01.2014, 17:01 Uhr

Manchmal klingt es vielleicht übertrieben. „Mir tut alles weh“, sagt der Kollege und meint: Er fühlt sich richtig schlecht.

Dass alles auf einmal schmerzt, das ist sicher eher die Ausnahme. Doch Schmerzen überhaupt sind etwas so Individuelles, dass sich Mediziner in diesem Bereich oft einer Skala bedienen, um den Schmerz messen zu können. Fest steht jedenfalls: Schmerzen, zumal chronische, machen Betroffenen das Leben schwer. Woher sie kommen, welche Mittel es gibt, sie zu lindern, das steht im Blickpunkt der nächsten Abendvisite. „Mir tut alles weh – wenn Schmerzen ständige Begleiter sind“ lautet das Thema, über das Prof. Dr. Ingrid Gralow am 4. Februar informiert.

Mal plagt einen das Kopfweh, mal rumort ein Zahn, der Rücken zwickt, oder eine Grippe rückt an. Häufig gehen solche Einschränkungen bald wieder vorbei. Ganz anders aber, wenn Menschen krank sind, an Krebs, Rheuma oder einer Nervenerkrankung leiden. Dann sind die Betroffenen oft ständigen Schmerzen ausgesetzt sagt die Expertin. Die richtige Therapie zu finden, ist die tägliche Aufgabe auch der Schmerzambulanz und Schmerz-Tagesklinik am Universitätsklinikum Münster .

Schmerz an sich, so betont Prof. Gralow, hat auch eine wichtige Funktion: „Er ist ein Warnsignal , macht aufmerksam, dass etwas im Körper nicht stimmt.“ Als ständiger Begleiter tue er nicht nur dem Körper weh, er belaste auch die Seele, wenn Alltag und Arbeitsfähigkeit davon eingeschränkt werden.

Wichtig sei es, die Ursache für den Schmerz zu erforschen. „Auch wenn man keine körperliche Ursache findet, heißt das nicht, der Schmerz ist eingebildet“, erläutert die Medizinerin. Psychosoziale Komponenten könnten eine Rolle spielen, Stressfaktoren und Belastungen ebenso.

In der Therapie gebe es verschiedene Medikamente und Schmerzmittel – aber sie stellten nur einen Bruchteil im Behandlungsspektrum dar. Schmerzpatienten benötigten immer eine auf den Einzelnen abgestimmte Therapie, in die ein ganzes Team aus Ärzten, Psycho- und Physiotherapeuten eingebunden ist. Zwei Punkte aber seien wichtig: „Nicht einfach wahllos Schmerzmittel nehmen.“ Und akzeptieren: „Man kann den Schmerz vielleicht nicht komplett heilen, aber in jedem Fall lindern.“

Zum Thema

Die Abendvisite beginnt am 4. Februar (Dienstag) um 18 Uhr im Medienhaus Aschendorff, An der Hansalinie 1. Karten gibt es im WN-Ticket-Shop am Prinzipalmarkt 13.

...
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2177473?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F2572714%2F2572735%2F
Nachrichten-Ticker