Neujahrsempfang
Schützen sorgen sich um Nachwuchs

Münster-Kinderhaus -

„Kinder sind unsere Zukunft“ – dieser Ausspruch, der in vielerlei Zusammenhängen gerne zitiert wird, scheint auch für den Verband der Schützenvereine und Bruderschaften der Stadt Münster zuzutreffen. So jedenfalls beschrieb es Präsident Jan-Dirk Gerke beim Neujahrsempfang des Verbandes im Pfarrzentrum Kinderhaus.

Montag, 27.01.2014, 18:01 Uhr

Austausch beim Neujahrsempfang (v.l.): Verbandspräsident Jan-Dirk Gerke, Vizepräsident Philipp Röttger, Lebenshaus-Hospizleiter Franz-Josef Dröge, Verbands-Sprecherin Anita Neier, Stadtkönig Christian Zinth, Stadtkönigin Susanne Zinth, Stadtkaiser Norbert Höing und -kaiserin Eike Höing.
Austausch beim Neujahrsempfang (v.l.): Verbandspräsident Jan-Dirk Gerke, Vizepräsident Philipp Röttger, Lebenshaus-Hospizleiter Franz-Josef Dröge, Verbands-Sprecherin Anita Neier, Stadtkönig Christian Zinth, Stadtkönigin Susanne Zinth, Stadtkaiser Norbert Höing und -kaiserin Eike Höing. Foto: dz

In den insgesamt 50 Vereinen und Bruderschaften , die der Verband umfasst, sei übergreifend ein Rückgang der Mitgliederzahlen zu verzeichnen, der auf „Nachwuchsprobleme“ zurückzuführen sei, so Gerke .

Der Verbandspräsident stellte zwar gleichzeitig fest, dass der Schützennachwuchs in vielen Vereinen auch aktiv einbezogen würde, eine solche Integration aber maßgeblich von den Strukturen der Vereine und Bruderschaften abhängig sei.

Kopfzerbrechen hatte so manchem Schützen im vergangenen Jahr auch das neue Nichtraucherschutzgesetz bereitet – laut Gerke aber zu Unrecht: „Wenn ich mich an den Stadtschützenball erinnere, war das Zelt genauso voll wie vorher auch.“ Auch hier sei eine durchdachte Strukturierung, dass also beispielsweise vor dem Festzelt „nicht zu viel“ angeboten würde, das Stichwort.

Einen Fokus auf die Jugend hatte der Verband zudem bei seiner letztjährigen Spendenaktion zugunsten der Kinder- und Jugendhilfe St. Mauritz gerichtet. Basis ist der vor zwei Jahren angelaufene Plan des Verbandes, von Jahr zu Jahr variierende Sozialprojekte zu unterstützen, was, so Gerke, zeigen soll, dass „Schützen nicht nur gesellig feiern können, sondern auch sozial engagiert sind“. Für die Jugendhilfe kam dabei im vergangenen Jahr eine Spende von etwa 680 Euro zusammen.

Bei dieser vor allem innerverbandlichen Zukunftsorientierung setzt sich das aktuelle Spendenprojekt 2014 nun mit Fragen rund um Sterben und Tod auseinander. Gefördert wird das Handorfer Hospiz Lebenshaus, das Sterbenden ein würdevolles, schmerzfreies Sterben im Beisein ihrer Angehörigen ermöglicht und dringend auf Spendengelder angewiesen ist, wie Hospizleiter Franz-Josef Dröge den anwesenden Gästen und Vertretern der Bruderschaften und Vereine, darunter Stadtkaiserpaar Eike und Norbert Höing, Stadtkönigspaar Christian und Susanne Zinth, sowie Bürgermeisterin Karin Reismann erläuterte.

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