Deutsche Gesellschaft für Ernährung zertifiziert Mensa
Am Paulinum schmeckt es lecker

Münster -

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat dem Gymnasium Paulinum als erster Schule in Münster das „Angebot einer vollwertigen Ernährung“ bescheinigt. Erst acht Schulen in NRW und 39 in ganz Deutschland haben das Siegel für ihre Mittagsverpflegung erhalten.

Mittwoch, 29.01.2014, 06:01 Uhr

Es schmeckt – jedenfalls meistens sagen diese Schülerinnen und Schüler aus der neunten Klasse am Paulinum. Ihre Schulmensa ist jetzt als erste in Münster von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zertifiziert worden.
Es schmeckt – jedenfalls meistens sagen diese Schülerinnen und Schüler aus der neunten Klasse am Paulinum. Ihre Schulmensa ist jetzt als erste in Münster von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zertifiziert worden. Foto: kv

Gurken, Tomaten, Paprika, Blattsalat. Weiter hinten am Buffet türmen sich appetitlich Äpfel. In den Warmhaltetöpfen dampfen Reis, Kartoffeln Hühnerfleisch und vegetarische Frikadellen. „Ziemlich viel Gesundes“, finden die beiden Mädchen aus der neunten Klasse des Paulinums. Aber auch: „Meistens ziemlich lecker.“

Zusammengefasst ist das jetzt auch die hochoffizielle Meinung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, die das Gymnasium Paulinum am heutigen Mittwoch als erste Schule in Münster die erfolgreiche Zertifizierung für das „Angebot einer vollwertigen Ernährung“ bescheinigt. Das Siegel ist noch nicht allzu verbreitet. Erst acht Schulen in Nordrhein-Westfalen und 39 in ganz Deutschland haben ihre Mittagsverpflegung erfolgreich auf den Prüfstand der Deutschen Gesellschaft für Ernährung gestellt.

Stefanie Teigelkamp , die als Mitglied des Lehrerkollegiums das Angebot in der „Paula“, so der Name der Mensa des Paulinums, betreut, freut sich über das Siegel. Im Mensaausschuss des Paulinums, in dem Schüler, Eltern, Lehrer und Vertreter des Caterers „Stattküche“ mitreden, geht es regelmäßig um die Verbesserung des Angebots, aber auch der Organisation des Mittagessens. Täglich von 12 bis 14.30 Uhr ist die Mensa geöffnet – ein Raum, in dem sich die Jugendlichen gern aufhalten, wenn sie aufgegessen haben. Etwa 80 bis 100 Mahlzeiten werden hier täglich verkauft. „Die meisten Jugendlichen essen nur an ihren langen Unterrichtstagen hier“, sagt Stefanie Teigelkamp. Darum ist die Mensa auch in der Regel nicht überfüllt. Das Siegel der Deutschen Gesellschaft für Ernährung bezieht sich nicht nur auf das Essensangebot, sondern auch die Atmosphäre und Organisation des Essens. Einmal im Jahr veranstaltet der Mensaausschuss eine Umfrage unter den Schülern. Letzte Neuerung nach dem darin geäußerten vielfachen Wunsch ist das tägliche Salatbuffet. „Schon früher wurden vegetarische Gerichte vermehrt in den Speiseplan aufgenommen“, sagt die Lehrerin. Ein Automat mit Heißgetränken steht momentan noch auf der Wunschliste. Süßes wie Muffins oder – fair gehandelte – Schokolade sind aus dem Angebot an der Schule übrigens nicht ganz verbannt. Der Kiosk ist Teil der Mensa, verkauft auch die für den Unterrichtsbetrieb mitunter unentbehrliche „Nervennahrung“.

►Ohne Verpflegungsangebot kommt mittlerweile in Münster fast keine Schule mehr aus. Eine Arbeitsgruppe bei der Stadt Münster mit Verwaltungs- und Schulvertretern versucht, hier ständig den Standard zu verbessern. Aktuell hat die Arbeitsgruppe hat einen Hygieneleitfaden für die Ausgabe von Schulessen entwickelt, berichtete Schulamtsleiter Klaus Ehling am Dienstagabend im Schulausschuss.

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