Neue Pläne für Gelände der alten Eissporthalle
Leoland in neuem Gewand mit 36 Prozent Sozialwohnungen

Münster -

Rund 500 Menschen würden Platz finden in einem Neubaukomplex an der Steinfurter Straße. Die Pläne wurden am Dienstagabend im Beirat für Stadtgestaltung vorgestellt.

Dienstag, 28.01.2014, 20:01 Uhr

Die überarbeiteten Pläne für das Projekt Leoland sehen so aus. Das Wohnquartier neben dem Leonardo-Campus an der Steinfurter Straße soll Platz für 500 Menschen bieten.
Die überarbeiteten Pläne für das Projekt Leoland sehen so aus. Das Wohnquartier neben dem Leonardo-Campus an der Steinfurter Straße soll Platz für 500 Menschen bieten. Foto: Piotr Michalowski

Aus rund wird eckig, aus einem multifunktionalen Riesengebäude mit integrierter Eisfläche wird ein sehr solides, aber eben auch realisierbares Wohnquartier mit sechs Baukörpern – wie geschaffen für Studierende und alle anderen Menschen mit schmalem Geldbeutel.

Das Wohnprojekt Leoland an der Steinfurter Straße , das seit Monaten in der politischen Diskussion ist, hat eine Runderneuerung durch den münsterischen Architekten Andreas Krys bekommen.

Ausführlich und sehr souverän stellte Krys im städtischen Beirat für Stadtgestaltung die Pläne vor, die er im Auftrag des Investors Heijo Bierbaum erarbeitet hat. Im Mittelpunkt steht dabei die von den politischen Parteien derzeit geradezu gebetsmühlenartig aufgestellte Forderung nach mehr öffentlich gefördertem Wohnraum. In dem neuen Wohnquartier auf dem Gelände der alten Eislaufbahn soll es 36 Prozent der Fläche sein.

Rund 500 Menschen können in das neue Quartier auf dem 14 000 Quadratmeter großen Grundstück einziehen. Die Anzahl der Wohnungen sei variabel, so Krys. Sie hänge davon ab, wie der Verteilungsschlüssel zwischen Klein-Appartements und Mehrzimmer-Wohnungen aussehen werde. Wegen der unmittelbaren Nachbarschaft zum Leonardo-Campus sind Studierende die zentrale Zielgruppe.

Da nur einige der Neubauten mit einer Tiefgarage versehen werden und der Innenhof nicht unterbaut wird, bleibt an vielen Stellen Platz für eine echte Begrünung und Baumanpflanzungen. Für dieses Konzept ist der Grünflächenplaner Gordon Brandenfels zuständig. Zwischen den sechs Baukörpern bleiben Freiräume erhalten, so dass man zu Fuß oder mit dem Rad das Quartier durchqueren kann.

Kritische Nachfragen der Beiratsmitglieder gab es zur Höhe des Gebäudes. Zu der weggefallenen Eisfläche bleibt es still.

Die nächste Station zur Vorstellung des neuen Leolands ist die Sitzung des Planungsausschusses am 6. Februar.

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