Allmählich wird die Zeit knapp
Stadtfest steht auf der Kippe

Münster -

Die Stadt prüft aktuell, ob das von mehreren Gastronomen geplante Stadtfest im Juli genehmigungsfähig ist. Doch sowohl in der Verwaltung als auch bei den möglichen Veranstaltern hält sich der Optimismus, dass das Fest tatsächlich stattfinden wird, in Grenzen. Denn allmählich werde die Zeit für die Organisation knapp.

Donnerstag, 13.02.2014, 14:02 Uhr

2011 fand das Eurocityfest zuletzt statt.
2011 fand das Eurocityfest zuletzt statt. Foto: Röttig

Das Thema ist sensibel. So sensibel, dass sich niemand offiziell äußern will – sondern nur hinter vorgehaltener Hand. Es geht um das Stadtfest. Und darum, ob es, wie aktuell noch immer geplant, in diesem Jahr stattfinden wird – oder nicht. Derzeit deutet einiges darauf hin, dass es nicht stattfinden wird. Und dass es womöglich auch 2015 kein Stadtfest geben könnte.

Offiziell hört man anderes. Der Initiativkreis aus Gastronomen, der das Fest gerne am zweiten Juli-Wochenende ausrichten würde, betont, dass das Interesse groß sei – und man nur auf die Entscheidung der Verwaltung warte. Die prüft derzeit, ob und unter welchen Konditionen sie dem Kreis die für das Fest erforderliche Sondernutzungsgenehmigung erteilen kann. Die Prüfung sei auf gutem Weg, bis Anfang März liege das Ergebnis vor, so die Stadt.

So weit, so gut. Doch inoffiziell hört man anderes. Im Initiativkreis wachsen nach Informationen unserer Zeitung die Zweifel, ob sich – im Fall einer positiven Entscheidung der Stadt – innerhalb von vier Monaten überhaupt noch ein Stadtfest organisieren lässt. Neben Top-Musikern müssten Verkaufsstände in kürzester Zeit gebucht werden – dies sei ein mehr als schwieriges Unterfangen. Bei den Gastronomen geht man daher inzwischen davon aus, dass es ein Stadtfest – wenn überhaupt – erst 2015 geben wird.

Und auch aus der Verwaltung sind nicht unbedingt positive Signale in Richtung Stadtfest zu hören. Auch hier wird der aktuelle Zeitplan immer mehr als ambitioniert bezeichnet, im Übrigen sei man angesichts eines ohnehin prall gefüllten Veranstaltungskalenders „nicht so verzweifelt, ein Stadtfest, koste es, was es wolle, durchziehen zu müssen“.

Noch ein anderes Szenario ist möglich: Dass die Verwaltung zum Schluss kommt, dass das Vorhaben der Gastronomen gar nicht genehmigungsfähig ist. Vor Herbst, wenn der neue Rat die Arbeit aufnimmt, wäre dann kaum eine weitere Stadtfest-Initiative zu erwarten. Für 2015. Oder noch später.

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