„Opendataday“ im Medienhaus Aschendorff
Der schnelle Weg zum nächsten Glascontainer

Münster -

Weltweit trafen sich am Samstag Entwickler und Journalisten beim „Opendata day“, um aus öffentlich zugänglichem Zahlenmaterial Grafiken und Animationen zu erstellen, die für den Bürger verständlich und nachvollziehbar sind. In Münster kam eine Gruppe von rund 20 Entwicklern und Journalisten im Medienhaus Aschendorff zusammen, um das Zahlenmaterial für die Stadt Münster zu sichten, erste Ideen zu entwickeln und Projekte zu planen.

Sonntag, 23.02.2014, 17:02 Uhr

Rund 20 Entwickler und Journalisten tauschten sich beim „Opendataday“ im Medienhaus Aschendorff aus.
Rund 20 Entwickler und Journalisten tauschten sich beim „Opendata day“ im Medienhaus Aschendorff aus. Foto: us

So wurde zum Beispiel eine Karte auf den Weg gebracht, auf der die Altglascontainer der Stadt verzeichnet sind. Diese Karte soll den Bürgern bald die Gelegenheit geben, ihren nächstgelegenen Altglascontainer in der Nachbarschaft zu ermitteln.

Datenjournalismus

Die Organisatoren Daniel Kirsch , Mila Frerichs , Gerald Pape und Peter Grosskopf hatten für die anwesenden Journalisten einige Einführungsvorträge vorbereitet, in denen sie die Möglichkeiten des Datenjournalismus erläuterten. Unter anderem stellten sie ein Tool der Akademie berufliche Bildung der deutschen Zeitungsverlage vor, mit dem zum Beispiel aus den Zahlen einer Polizeistatistik übersichtliche Grafiken erstellt werden können. Während des Tages schalteten sich zudem alle deutschen Städte, die an der Aktion teilnahmen, zu einer Live-Konferenz zusammen. Hamburg, Köln, Berlin , Stuttgart, Münster und andere nahmen daran teil und stellten ihre Projekte vor. 

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Behörden

Dabei wurde auch deutlich, dass die Kommunen noch sehr unterschiedlich mit der Veröffentlichung von Daten umgehen. Während Behörden in Städten wie Hamburg und Berlin recht offen damit umgehen, ist in anderen, auch in Münster, noch Luft nach oben. So gibt es in Berlin zum Beispiel Karten auf denen sämtliche Fahrradunfälle verzeichnet werden. „Das wäre für Münster auch sehr gut denkbar“, sagte Mila Frerichs. Dadurch könnten Radfahrer gezielt Unfallschwerpunkte ausmachen und gegebenenfalls meiden. „Die Möglichkeiten, mit diesen Daten Projekte zu entwickeln, die den Menschen nutzen, ist riesig“, sagte Kirsch.

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