Preußen Münster gegen Osnabrück
Beim Derby sind Fahnen verboten

Münster -

Beim Fußball-Derby am Samstag zwischen dem SC Preußen Münster und dem VfL Osnabrück gelten besondere Vorsichtsmaßnahmen. So dürfen keine Fahnen und Banner mit ins Stadion gebracht werden. Sie erleichtern es Böllerwerfern, sich zu verstecken, argumentiert der SC Preußen. Das Fanprojekt des Vereins sieht das anders.

Dienstag, 25.02.2014, 18:02 Uhr

 
  Foto: Jürgen Peperhowe

Das Nachbarschaftsderby des SC Preußen Münster gegen Osnabrück am Samstag (1. März) bietet einiges an Brisanz. Um gewaltbereiten Fans das verbotene Zünden von Böllern zu erschweren, dürfen am Samstag nun keine Fahnen und Banner mit ins Stadion genommen werden. Nach Erkenntnissen der Polizei nutzen Fans die Fahnen, um sich nach Böllerwürfen zu verstecken und die Ermittlungen der Polizei zu erschweren.

Der Verein ist dieser Argumentation nun gefolgt. Sehr zum Leidwesen des Fanprojekts, das am Dienstag gegen die Entscheidung protestierte: „Wir sind der Meinung, dass dieses Verbot eher dazu taugt, eine am Derby-Tag ohnehin angespannte Stimmungslage möglicherweise eskalieren zu lassen“, erklärt Andreas Bode vom Fanprojekt. Das Verbot tauge nicht dazu, das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände zu verhindern. Es stehe auch zu befürchten, „dass die polizeiliche Durchsetzung des Verbotes bei Zuwiderhandlung im Stadion zu Gewaltreaktionen führen kann“, gab Bode zu bedenken.

Kein Fan, der Pyrotechnik abbrennen wolle, werde sich davon durch das Fahnenverbot abhalten lassen, glaubt Bode. Für die Ultras sei Rauch im Stadion „Teil der Fankultur“. Er hat im Übrigen kein ungutes Gefühl bei dem Spiel gegen Osnabrück. „Gegen Böllerwerfer sind die Fans sensibilisiert“, fügt er hinzu.

In der Fiffi-Geritzen-Kurve allerdings dürfen Fans eine zuvor angemeldet Choreografie durchführen, teilte am Dienstag der SC Preußen mit. Einlass ist für den Gästeblock bereits um 11, für alle anderen ab 12 Uhr.

Hinweis: In einer vorherigen Version des Artikels wurde behauptet, dass das Spiel ausverkauft sei. Das stimmt nicht. Es sind (Stand Mittwochmorgen) noch 1600 Stehplatzkarten erhältlich.

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