Sicherheits-Diskussion
Fan-Ansturm bremste Ordner aus

Münster -

Stadionbesucher sind vor dem Spiel des SC Preußen gegen Osnabrück vorübergehend weniger intensiv an den Eingängen kontrolliert worden. Grund war der große Andrang von Fans, betont der SCP-Sicherheitsbeauftragte Roland Böckmann.

Mittwoch, 05.03.2014, 09:03 Uhr

Wieder einmal wurde am Samstag im Preußen-Stadion Pyrotechnik entzündet.
Wieder einmal wurde am Samstag im Preußen-Stadion Pyrotechnik entzündet. Foto: Jürgen Peperhowe

Kritik an den Einlass-Kontrollen im Preußen-Stadion am Samstag haben zahlreiche User auf der Facebook-Seite unserer Zeitung geübt. Sie seien „nicht im Geringsten“ durchsucht oder auch nur abgetastet worden, heißt es dort. Roland Böckmann , Sicherheitsbeauftragter des Drittligisten, bestätigt, dass kurz vor dem Spiel gegen den VfL Osnabrück für rund zehn Minuten die Sicherheitskontrollen am Stadion-Eingang gelockert wurden.

„Zwischen 13.35 und 13.45 Uhr wurde vorübergehend weniger genau kontrolliert“, so Böckmann. Um 13.35 Uhr habe der Verein die Meldung erhalten, dass der gesamte Eingangsbereich bis hin zur Hammer Straße voller Menschen sei. Da zu diesem Zeitpunkt noch nicht absehbar war, ob der für 14 Uhr geplante Anstoß verlegt wird, habe sich der Verein entschlossen, den Sicherheitsdienst, der für das Spiel extra verdoppelt wurde, zu bitten, nur noch selektiv Kontrollen durchzuführen, berichtet Böckmann. Um 13.45 Uhr sei dann auf Bitten der Polizei entschieden worden, das Spiel erst um 14.15 Uhr anzupfeifen. „Daraufhin wurden die Sicherheitskontrollen sofort wieder intensiviert“, sagt Böckmann.

Er betont, dass die – auch am Samstag wieder entzündete – Pyrotechnik ohnehin nicht durch die regulären Eingänge ins Stadion gelange. „Das Stadion hat sehr, sehr viele Schwachstellen, über die Pyrotechnik hinein kommt.“ So könne Pyrotechnik „ohne große Probleme“ über die Stadionzäune geworfen werden. Gleichwohl bezeichnet es Böckmann als „erfreulich“, dass sich Besucher des Stadions auch über die Sicherheitsmaßnahmen des Vereins Gedanken machen.

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