Interview mit Kathy Kelly
Die Musik ist ihr Leben

Münster -

Kathy Kelly, Stimme der legendären Kelly-Family, tritt am 28. März um 20 Uhr in Münster auf. Im Interview mit WN-Redakteurin Karin Völker erzählt sie, was sie an Auftritten in Kleinstädten mag und wie sie heute über die Kelly-Fan-Hysterie in den 90er-Jahren denkt.

Donnerstag, 06.03.2014, 09:03 Uhr

Kathy Kelly,  ehemalige Frontfrau der Kelly-Family, singt am 28. März mit dem Polizeichor Münster in der Erlöserkirche.
Kathy Kelly,  ehemalige Frontfrau der Kelly-Family, singt am 28. März mit dem Polizeichor Münster in der Erlöserkirche. Foto: Kathy Kelly

Kathy Kelly , tragende Stimme der legendären Kelly-Family, tritt am 28. März um 20 Uhr in Münster auf. Die 51 Jahre alte, in Köln und Irland lebende Sängerin gibt gemeinsam mit dem Polizeichor Münster in der Erlöserkirche, Friedrichstraße 10, ein Konzert. Und sie freut sich schon auf den Auftritt vor münsterischen Publikum, wie sie im Interview mit WN-Redakteurin Karin Völker sagt.

Sie sind zurzeit auf Tournee und besuchen dabei eher kleinere deutsche Städte. Was zieht Sie in die Provinz?

Kelly: In kleineren Städten ist die Stimmung bei Konzerten meistens besser als in Großstädten Das Publikum ist viel herzlicher, ich habe bei meinen Konzertreisen schon ganz reizende Ort entdeckt – Städtchen mit vielleicht 20 000 Einwohnern. Münster ist aber eine große Stadt.

Und die Stimmung ist trotzdem herzlich?

Kelly: Sehr. Ich komme ja häufig nach Münster, war erst vor eineinhalb Jahren für ein Konzert da. Wir haben früher in Münster schon mit der Kelly-Family Ende der 1980er- und in den frühen 1990er-Jahren wiederholt gesungen, bevor wir richtig berühmt geworden sind. Wiederholt beim Stadtfest, das war immer sehr schön.

Erinnern Sie sich noch an das riesige Open-Air-Konzert der Kelly-Family Mitte der 90er-Jahre im Hiltruper Freibad? Ihre jungen Fans sind damals reihenweise in Ohnmacht gefallen.

Kelly: Ehrlicherweise nicht. Wir sind damals ständig bei riesigen Konzerten aufgetreten, die Erinnerung an jedes einzelne ist nicht mehr so präsent.

Vermissen Sie die ganz großen Auftritte von damals nicht? Die Massenhysterie bei den Fans, die riesige Prominenz?

Kelly: Es hat schon Spaß gemacht damals, und wenn das noch mal wiederkommen sollte, würde ich es vielleicht wieder genießen. Ich habe im Moment aber sehr viel Freude an meiner Arbeit. Wenn ich vor 400 bis 500 Leuten singe, ist das eine viel intensivere und direktere Verbindung zum Publikum, als wenn man vor solch einer Masse auftritt. Ich bleibe auf jeden Fall bei der Musik. Das war und ist mein Leben.

Arbeiten Sie manchmal noch mit ihren Geschwistern zusammen?

Kelly: Ab und zu mit einigen von ihnen. Es gab in jüngerer Vergangenheit zwei Projekte mit dem Zirkus Roncalli und eine Stille-Nacht-Tour in der Weihnachtszeit. Zurzeit ist aber nichts geplant.

Wie wird Ihr Programm beim Konzert in Münster aussehen?

Kelly: Ich habe einige neue Lieder im Repertoire, habe auch selbst komponiert, zum Beispiel alte spanische Gedichte vertont. Außerdem singe ich französische Chansons, Evergreens und natürlich auch Gospels. Letztere zusammen mit dem Polizeichor.

Sie suchen sich meist als Partner für ihre Konzerte einen Chor vor Ort als Partner. Warum machen Sie das?

Kelly: Ich mag Chöre. in einem Chor zu singen, das bedeutet Gemeinschaft mit Menschen, die Musik lieben und soziale Kompetenz besitzen. Für mich ist das auch ein Stück Bodenständigkeit. Außerdem gewinne ich auf diese Weise neues Publikum.

Zum Thema

Die Westfälischen Nachrichten verlosen als Partner der Aktion vier mal zwei Eintrittskarten für das Konzert mit Kathy Kelly am 28. März um 20 Uhr in der Erlöserkirche. Wer gewinnen möchte, ruft bis Freitag (Mitternacht) die Telefonnummer 0137/808401578 (0,50 Euro pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, mobil ggf. abweichend) an.

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