Spaßelemente und Wellnessangebote
SPD will Hallenbad in Gievenbeck bauen

Münster -

In der Diskussion über die Bädersituation in der Stadt Münster meldet sich die SPD mit einem spektakulären Vorschlag zu Wort. Sie möchte, dass an der Roxeler Straße in Sichtweite der ehemaligen britischen Kaserne ein neues Familien- und Wellnessbad gebaut wird.

Dienstag, 11.03.2014, 19:03 Uhr

Spaßelemente und Wellnessangebote : SPD will Hallenbad in Gievenbeck bauen
Auf diesem Grundstück in Gievenbeck (gr. Foto), unweit der Oxford-Kaserne, würde die SPD gerne ein neues Hallenbad errichten. Foto: Oliver Werner

Das Wort „Spaßbad“ wollten die SPD-Vertreter bei dem Pressegespräch nicht in den Mund nehmen. Der Chef der Ratsfraktion, Dr. Michael Jung , sprach lieber von einem „Familienbad mit Spaßelementen und Wellnessangeboten “.

Auch einen Preis wollten Jung und seine Fraktionskollegin Gabriele Kubig-Steltig nicht nennen. Bei Recherchen zu vergleichbaren Bädern in anderen Städten waren beide aber auf zweistellige Millionenbeträge gestoßen, die dort investiert worden seien.

Kurz und gut: Münsters SPD möchte, dass Münster endlich ein eigenes Spaßbad bekommt. Auch einen Standort hat man bereits ausgeguckt. Und zwar das Gelände des nicht realisierten Bezirksfriedhofes West an der Roxeler Straße in Gievenbeck. Dort sei nicht nur Platz für das neue Schwimmbad, sondern auch für ergänzende gewerbliche Angebote wie beispielsweise eine Gastronomie.

Der münsterische SPD-vorsitzende Hermann Terborg, der ebenfalls an dem Pressegespräch teilnahm, sprach von einem „zentralen Projekt der Stadt Münster für die Wahlperiode 2014 bis 2020“. Anders ausgedrückt: Das neue Familienbad ist das zentrale Wahlkampfversprechen der SPD für den anstehenden Kommunalwahlkampf.

Die SPD ist sich dessen bewusst, dass der Neubau grundlegende Veränderungen für die Bäderstruktur in Münster mit sich bringt. So sollen in einem ersten Schritt zwei bestehende Hallenbäder nicht mehr für die Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, sondern ausschließlich für Schul- und Vereinsschwimmen.

Ob darüber hinaus künftig Bäderschließungen erforderlich werden, „darüber entscheiden die Bürger durch ihr Nutzerverhalten“, so Jung. Das aktuelle Bäderangebot gehe an der Nachfrage vorbei. Abweichend vom Bädergutachten (Bericht oben) will die SPD keine weiteren Investitionen in die bestehenden Bäder. Als Investor und Betreiber kann sich die SPD die Stadtwerke vorstellen.  

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